BĂ€rengehege im Nationalpark
Der massige BraunbĂ€r ist im Gebiet vor 150 Jahren ausgerottet worden, jedoch als Allesfresser (Gras, Knospen, Beeren, Insekten und Aas) ein im Grunde genĂŒgsamer Waldbewohner.
Als der Böhmerwald noch ein abgelegener, weitgehend dichter Urwald und die Besiedelung spĂ€rlich war, konnten sich die groĂen Beutegreifer BĂ€r, Luchs und Wolf ungestört vermehren und setzten auch dem Vieh der armen Waldbewohner zu. Ăbergriffe auf Menschen sind nicht ĂŒberliefert. Die Jagd auf das âHohe Wildâ - also auch den BĂ€ren - war bis 1848 den Landesherren vorbehalten und wurde zuweilen von privilegierten Forstwarten und Jagdgehilfen ausgefĂŒhrt. Das Wildbret wurde verzehrt und das BĂ€renschmalz galt als begehrtes Heilmittel gegen GeschwĂŒre, Gicht, Ohrenweh und in âBrĂŒchen und Mutterfall brauchen es sonderlich die Weiberâ. Es scheint im böhmischen, bayerischen und österreichischen Teil des Böhmerwaldes mehrere âletzte BĂ€renâ gegeben zu haben. Im November 1856 wurde dann der vermeintlich wirklich letzte BĂ€r in Salnau von einem Waldpfleger der FĂŒrsten Schwarzenberg erlegt. Dem erlegten BĂ€ren wurde mit einem groĂen Fest auf Schloss Krumau die letzte Ehre erwiesen.
BĂ€renvideos aus dem Nationalpark Bayerischer Wald
Weblinks
- Informationszentrum Hans-Eisenmann-Haus (Nationalpark Bayerischer Wald)

