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Borkenkäfer

Borkenkäfer

Trotz seiner geringen Größe – er erreicht nur ein drittel des Querschnitts einer 1-Cent-Münze (ca. 5 mm lang und 1mm breit, s. Foto)- zeigt der Borkenkäfer bei massenhafter Vermehrung gewaltige Auswirkungen.

Durch die zahlreichen Fressbahnen der Larven wird der zuckerhaltige Saftstrom eines Baumes unter der Baumrinde unterbrochen, was dem befallenen Baum die Lebensgrundlage entzieht und zum Absterben führt. Vor allem seine Larven zerstören die Pflanzensaft-Leitungsbahnen unter der Rinde: der Nahrungsquelle beraubt sterben die Bäume nach wenigen Wochen ab. Das typische Fraßbild der Larven erinnert an aufgeschlagene Buchseiten, weshalb ihm der deutsche Name Buchdrucker gegeben wurde.

Im besonders betroffenen Südosten des Nationalparks, in der Gegend um Glashütte wurde sogar ein Borkenkäfer beobachtet, der in kannibalischer Weise seinen eigenen Nachwuchs attackiert. Freilich kann diese Art einer möglichen Nachwuchsbegrenzung nicht die Hoffnung wecken, dass sie womöglich für eine biologische Bekämpfung ausgenutzt werden könnte. Denn Kannibalismus bei Borkenkäfern kommt nach Auffassung von Experten äußerst selten vor, noch weitaus schwieriger ist es diese Verhaltensweise zu beobachten. Sehen Sie deshalb im Filmdokument „Borkenkäfer beißt Larve“: wie ein Buchdrucker einer arteigenen Larve buchstäblich zu Leibe rückt.

Borkenkäfer-Videos

siehe auch

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