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Nationalpark aktuell

Geführte Wanderungen, Radtouren und sonstiges Aktuelles aus dem Nationalpark Bayerischer Wald


Kinder entdecken die Natur


Faszinierende Naturschönheiten – wie diesen Molch – lassen sich beim Ferienprogramm des Nationalparks entdecken. Der kleine Kerl wurde nach der Begutachtung natürlich wieder freigelassen. (Foto: Cathleen Kertscher/Nationalpark Bayerischer Wald)

Nationalpark bietet in den Sommerferien ein spannendes Programm für Kinder und Jugendliche an

Die Sommerferien stehen vor der Tür und passend dazu hat der Nationalpark Bayerischer Wald wieder ein tolles und spannendes Kinderprogramm im Nationalparkzentrum Lusen und Nationalparkzentrum Falkenstein sowie im Waldspielgelände Spiegelau, am Jugendwaldheim und im Freyunger Museum Jagd, Land, Fluss zu bieten. Alle Waldspürnasen, Abenteurer und Forscher sind zum kostenlosen Ferienspaß in der Natur eingeladen.

Sowohl bei Neuschönau als auch bei Ludwigsthal können sich Kinder von sieben bis zwölf Jahren gleich drei Tage lang auf den Spuren von Batman durch den Nationalpark bewegen. Bei diesem täglich knapp sieben Stunden dauernden Ferienprogramm lernen die Kinder die Superkräfte der Fledermäuse kennen und probieren mit vielen Spielen, ob sie auch so geschickte nächtliche Jäger wären. Außerdem ist handwerkliches Geschick gefragt, wenn es daran geht, Unterschlüpfe für diese faszinierenden Tiere zu bauen.

Das zusammenhängende, dreitägige Programm findet im Nationalparkzentrum Falkenstein von 9. bis 11. August statt. Treffpunkt ist jeweils um 10 Uhr am Eisenbahntunnel Haus zur Wildnis. Im Nationalparkzentrum Lusen findet die Aktion von 16. bis 18. August statt. Treffpunkt ist ebenfalls um 10 Uhr, an der Infotheke im Hans-Eisenmann-Haus. Wer nicht alle drei Tage Zeit hat, kann auch nur an einzelnen Terminen teilnehmen.

Wald-Gangster kommen an allen Montagen von 31. Juli bis inklusive 4. September auf ihre Kosten. Kinder ab zehn Jahren können sich jeweils ab 13:45 Uhr quer durch den Nationalpark auf die Suche nach verschwundenen Forschungsergebnissen machen: Verdeckte Spuren suchen, viele knifflige Aufgaben lösen und Mutproben bewältigen. Ein GPS-Gerät weist bei der dreistündigen Tour den Weg durch den geheimnisvollen Wald. Am Ende könnte eine Belohnung warten. Treffpunkt ist an der Infotheke im Hans-Eisenmann-Haus.

Auf leise Pfoten begeben sich alle Teilnehmer eines Abenteuernachmittags am 16., 23., und 30. August. An diesen Terminen findet eine kleine, etwa vierstündige Wanderung vom Zwieslerwaldhaus zum Haus zur Wildnis statt, bei der alle ab sieben Jahren viel Spannendes rund um die zwei Wildtiere mit den leisesten Pfoten des Bayerischen Waldes erfahren: Luchs und Wolf! Auf spielerische Weise wird das das Verhalten dieser faszinierenden Tiere erforscht und im Tier-Freigelände live beobachtet. Treffpunkt ist jeweils um 13:30 Uhr am P1 in Zwieslerwaldhaus. Die Führung endet am Eisenbahntunnel im Nationalparkzentrum Falkenstein.

Spürnasen sind auch an allen Dienstagen zwischen 1. August und 5. September gefragt. Um 14 Uhr begeben sich Kinder von fünf bis zehn Jahren im Nationalparkzentrum Lusen auf die Suche nach den geheimen Schätzen des Waldes. Beim etwa dreistündigen Programm dürfen die Waldspürnasen Kunstwerke aus Naturmaterialien bauen, jede Menge Spiele mitmachen und die kleinen und großen Tiere im Tier-Freigelände besuchen.

Künstlerisch wird’s am 26. Juli, 2. August und 6. September im Haus zur Wildnis. Dann tauchen alle interessierten Kinder in die Welt des wilden Waldes ein. Tiere, Pilze, Pflanzen, Moose und Farne werden in verschiedenen Techniken improvisiert in Szene gesetzt. Die Malkurse sind sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet und finden jeweils zwischen 13:30 Uhr und 17 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Infotheke im Haus zur Wildnis.

Spannendes und Kreatives mit und aus der Natur basteln – das geht auch in der Naturwerkstatt. Diese ist für alle Interessierten von 31. Juli bis 8. September immer montags bis freitags im Hans-Eisenmann-Haus geöffnet sowie von 21. bis 25. August als auch von 28. August bis 1. September im Haus zur Wildnis. Von 11 Uhr bis 17 Uhr kann man jederzeit mitmachen – einfach an den Infotheken der Häuser nachfragen.

Waldabenteuer für Klein und Groß gibt es in den Sommerferien mittwochs von 2. August bis 6. September im Waldspielgelände in Spiegelau. Dann geht’s jeweils um 14 Uhr raus in den Wald, um die Natur zu erleben. Mit allerlei Spielen werden die kleinen und großen Wunder des Waldes entdeckt und unter die Lupe genommen. Treffpunkt ist am Eingang zum Waldspielgelände.

Eine spannende Nationalpark-Rallye findet am Freitag, 25. August, um 14 Uhr im Waldspielgelände in Spiegelau statt. Bei diesem Aktionstag können Kinder von sechs bis zwölf Jahren knifflige Aufgaben an verschiedenen Stationen lösen und so den Nationalpark Bayerischer Wald und seine Waldbewohner entdecken. Lustige Spiele sind bei diesem dreistündigen Programm garantiert und am Ende der Rallye wartet ein Schatz. Treffpunkt ist am Eingang zum Waldspielgelände.

Ergänzt wird das Ferienangebot am 3. und 10. August von der Veranstaltung mit dem Titel „Bionik – was wir von der Natur lernen können“. Dabei erfahren Kinder ab zehn Jahren interessante Antworten auf Fragen wie „Warum fliegt der Uhu so leise? Warum werden machen Pflanzen nie schmutzig? Oder wieso friert der Eisbär eigentlich nicht?“ Dazu werden auch tolle Experimente durchgeführt. Treffpunkt für das zweieinhalbstündige Programm ist jeweils um 13:30 Uhr am Jugendwaldheim zwischen Neuschönau und Mauth.

Und auch im Freyunger Museum Jagd, Land, Fluss wird’s spannend – am 4. und 6. August. Dann findet jeweils um 14 Uhr eine Familienführung statt, bei dem vor allem der Nachwuchs von Bär und Luchs im Vordergrund steht. Bei dieser an sich kostenlosen Führung ist der Eintritt ins Museum zu entrichten.

Bei allen Erlebnistagen im Freien sollten die Kinder unbedingt wetterfeste Kleidung inklusive passendem Schuhwerk parat haben. Zudem wird um Anmeldung beim Nationalparkführungsservice unter 0800 0776650 gebeten. Nur für die Naturwerkstatt ist keine Anmeldung erforderlich. Die Kosten für die Führungen werden von der Nationalparkverwaltung übernommen. Alle Infos gibt’s auch online unter www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles.

Die Racheldiensthütte öffnet ihre Pforten


 Einen symbolischen Schlüssel überreichen Ludwig Höcker, 2. Bürgermeister der Gemeinde St. Oswald-Riedlhütte, Landrat Sebastian Gruber, Norbert Sterl und Dr. Franz Leibl an Andrea und Hans Wichtl auf der Treppe der Racheldiensthütte. (Foto: Elke Ohland/Nationalpark Bayerischer Wald)

Generalsaniertes Ausflugslokal steht Besuchern ab 14. August wieder zur Verfügung – Wirt: „Freue mich auf die neue Aufgabe“

Jetzt geht’s los! Am Montag, 14. August, sperrt die Racheldiensthütte wieder auf. Nach der Generalsanierung führt dann der neue Wirt, Hans Wichtl aus Riedlhütte, das Zepter im altehrwürdigen Ausflugslokal. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, sagt der erfahrene Gastronom, als er am Freitag den symbolischen Schlüssel von Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl überreicht bekommt. Insgesamt hat der Freistaat Bayern hier etwa 900.000 Euro investiert. Davon entfielen allein auf die Herstellung der neuen Stromversorgung etwa 300.000 €.

Rund eineinhalb Jahre dauerte die notwendig gewordene Renovierung des seit über 100 Jahren als Sommergastwirtschaft genutzten Gebäudes. Unter Federführung des Staatlichen Bauamtes Passau und in in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzbehörden wurde das Lokal auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. „Die Racheldiensthütte entspricht nun wieder den aktuellen Anforderungen des baulichen Brandschutzes und nicht nur der Küchenbereich ist auf dem neuesten technischen Stand, modern und serviceorientiert eingerichtet“ freut sich Norbert Sterl, der Leitende Baudirektor im Bereich Hochbau des Staatlichen Bauamts Passau. „Trotz aller Neuerungen – etwa im WC-Trakt – haben wir Wert darauf gelegt, das gemütliche und traditionelle Flair der Hütte zu erhalten“. Zum Flair trägt auch wesentlich das Holz-Mobiliar aus Esche und Ahorn bei, dass die Nationalpark-Mitarbeiter des Servicezentrums Lusen in Eigenregie gefertigt haben.

„Besonders stolz sind wir darauf, bei der Sanierung auch Barrierefreiheit geschaffen zu haben“, erklärt Leibl. Behinderten-WC und ebener Zugang sind nun gewährleistet. „Das passt sehr gut zu unseren Bestrebungen, unsere Einrichtungen nach und nach auch für Menschen mit Handicap erlebbar zu machen.“

„ Gut Ding braucht Weile, aber es hat sich gelohnt – die neue Racheldiensthütte ist ein Schmuckstück geworden für die Region, für den gesamten Landkreis “ so Landrat Sebastian Gruber. Er bedankte sich auch für das große Engagement beim Staatlichen Bauamt sowie beim Nationalpark, der sich einmal mehr als verlässlicher Partner für die Region erwiesen hat.

Kulinarische Erlebnisse verspricht derweil auch die Speisekarte. So gibt’s neben warmen Schmankerln wie Holzfällersteak oder Braten auch eine breite Auswahl an Brotzeiten, vegetarischen Gerichten und süßen Verführungen.

Geöffnet ist die Hütte weiterhin im Saisonbetrieb, von Mai bis Oktober. In diesen Monaten sind Wanderer, Radfahrer oder Ausflügler täglich von 9:30 Uhr bis 18 Uhr willkommen.


Meditativer Abendspaziergang auf dem Seelensteig


Seelensteig

Am Dienstag, 15. August lädt die Nationalparkverwaltung in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche Grafenau zu einem meditativen Abendspaziergang auf dem Seelensteig ein.

Fachliche Hintergründe vom begleitenden Nationalparkpersonal sowie meditative, nachdenkliche und spirituelle Impulse von den begleitenden Theologen machen diese Führung so besonders.

Gestaltet wird die leichte bis mittelschwere Wanderung von Pfarrer Martin Dubberke, Kurkantor Rainer Timmermann und einem Mitarbeiter vom Nationalpark.

Treffpunkt für die kostenlose, ca. zweistündige Wanderung ist um 18 Uhr am P+R Parkplatz in Spiegelau.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Über den Goldsteig zu Schachten und Filzen


Ein guter Teil des Weges über die Schachten und Filze verläuft über Bohlensteige. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald )

Am Samstag, 19. August geführte Tageswanderung zum zehnten Geburtstag des Fernwanderwegs

Der Prädikatswanderweg Goldsteig feiert heuer seinen zehnten Geburtstag. Das muss natürlich gefeiert werden – am besten mit Wanderschuhen. Deswegen lädt der Nationalpark Bayerischer Wald, durch den einige Etappen verlaufen, zur Tageswanderung auf ein ganz besonders reizvolles Stück des Weges. Am Samstag, 19. August, geht’s über die Schachten und Filze zwischen Rachel und Falkenstein.

Los geht’s um 9.30 Uhr am Wanderparkplatz Buchenau. Dort warten Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern und Nationalpark-Mitarbeiter Gregor Wolf auf die Teilnehmer. Zunächst geht’s dann mit Kleinbussen weiter zur Trinkwassertalsperre Frauenau, von wo aus schließlich losgewandert wird. Nach dem ersten ansteigenden Stück verläuft der Weg über die Schachten und Filze dann nur noch eben. Die ehemaligen Hochweiden und mystischen Moorgebiete gelten seit jeher als Höhepunkte der Nationalpark-Landschaft. Auf dieser Tour werden Verlorener Schachten, Almschachten, Hochschachten, Latschenfilz, Kohlschachten, Zwieselter Filz und Lindberger Schachten angesteuert. Von letztgenanntem erfolgt der Abstieg gen Buchenau.

Der Goldsteigwanderweg hat sich in den vergangenen zehn Jahren zum Publikumsmagneten entwickelt. Von Marktredwitz im Norden bis Passau im Süden führt der 660 Kilometer lange Weg. Auf der Nordvariante kann der ganze Nationalpark inklusive Falkenstein, Rachel und Lusen durchwandert werden.

Eine gewisse Grundkondition sollte für die kostenlose Führung am 19. August mitgebracht werden, da am Anfang rund 500 Höhenmeter überwunden werden müssen. Insgesamt wird knapp 20 Kilometer gewandert. Wetterfeste Kleidung sowie eine Brotzeit und Getränke sollten eingepackt werden, da keine Einkehrmöglichkeit besteht.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich.


Moore, weite Wälder und Inseln im Waldmeer


Moore, weite Wälder und Inseln im Waldmeer)

am Sonntag, 20. August grenzüberschreitende Wanderung in den Nationalpark Šumava

Begleiten Sie den Waldführer Hans Meier in unseren Nachbar-Nationalpark Šumava welcher mit 680 Quadratkilometern der größte und auch der wildeste Nationalpark in Tschechien ist. Wälder mit natürlicher Entwicklung, weitläufige Hochmoore, unverbautes Offenland und sogar ein Elchvorkommen erinnern uns eher an Landschaften außerhalb Mitteleuropas. Auf dieser grenzüberschreitenden Wanderung vom Königsfilz bei Borova Lada (Ferchenhaid) nach Kvilda können Sie mehr über die Geschichte, Land und Leute des Böhmerwaldes und über den Nationalpark Šumava erfahren.

Nach einem kurzen gemeinsamen Fußmarsch über die Grenze geht es auf tschechischer Seite mit den Grünen Bussen weiter nach Svinná Lada (Seehaid). Von dort ist es nur ein kurzes Stück bis zum Chalupská Slat‘ (Königsfilz) mit seinem beeindruckenden, ca. 1,3 ha großen Moorsee, dem größten Tschechiens. Entlang des Moores führt die Tour weiter nach Norden in Richtung Nové Hutě (Kaltenbach), biegt vor der Ortschaft links ab und führt auf einem steilen Waldweg durch einen, für den Nationalpark Šumava typischen, Fichtenwald hinauf bis in 1150 m Höhe. Auf stillen Pfaden durchwandern wir die Hochlagen zwischen Borová Lada und Kvilda. Dann öffnet sich der Blick und wir bekommen Einblick in die heute hier vorhandene Kulturlandschaft (Inseln im Waldmeer), die ihren Ursprung im 16. Jahrhundert hat. Durch Seggen- und Hochmoorwiesen, über fette Goldhaferwiesen und Borstgrasrasen wandern wir hinab nach Kvilda. Dort bietet sich noch die Möglichkeit einer kurzen Einkehr, bevor wir mit dem Bus zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren.

Die Führungsgebühr beträgt 5,- Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind frei. Bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie dem Vorzeigen einer Nationalpark-Card oder einer Gästekarte mit GUTi-Logo wird nur die halbe Führungsgebühr erhoben. Für den tschechischen Bus fallen Kosten in Höhe von ca. 50 Kč pro Person an.

Neben einer gewissen Grundkondition (16 km Streckenlänge), geeignetem Schuhwerk, dem Wetter angepasster Kleidung und einer Brotzeit nebst Getränken ist unbedingt der Personalausweis mitzubringen.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (Tel.: 0800 0776650) spätestens einen Tag vorher erforderlich.

Schlag den Specht


Die junge Truppe des Umweltbildungsteams schmeißt bringt sich fürs Foto schon mal in Kampfpose gegen den Spechte des Nationalparks in Stellung. Beim Spechtfest auf dem Spiegelauer Waldspielgelände können am 20. August dann alle Spielbegeisterten gegen die tierischen Bewohner antreten.  (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Im Waldspielgelände bei Spiegelau wird am 20. August mit spannenden Spielen das Spechtfest gefeiert

Ein lustiges Kräftemessen mit den klopfenden Alleskönnern des Nationalparks Bayerischer Wald steht am Sonntag, 20. August, in Spiegelau auf dem Programm. Getreu dem Motto: Schlag den Specht! Im Waldspielgelände sind dafür von 12 bis 17 Uhr spannende Aktionen und Spiele geplant. Am Ende gibt’s für die jungen Athleten natürlich auch eine Belohnung.

Neben dem Nationalpark sind auch die Spielvereinigung Oberkreuzberg, der Verein WaldZeit, die Junior Ranger, der Frauenbund und die Gemeinde Spiegelau mit im Boot. „Wie gewohnt helfen beim Spechtfest viele Leute zusammen, um unseren Besuchern einen tollen Tag zu bescheren“, sagt Lukas Laux, Umweltbildungsreferent beim Nationalpark.

An den Stationen gilt es, sich mit den Fähigkeiten der Spechte zu messen. Könnt ihr auch so schnell hämmern? So viel Gewicht auf dem Rücken tragen? Oder so zielsicher nach Borkenkäfern schnappen? Findet es am 20. August doch einfach heraus!


Ruckowitzschachten ist wieder beweidet


Die kleine Herde Rotes Höhenvieh darf die nächsten Wochen nun auf dem Ruckowitzschachten verbringen. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Rotes Höhenvieh sorgt schon im vierten Jahr für die Artenvielfalt unterhalb des Falkensteins. Am 12. August und 2.September Führungen

In den nächsten Monaten ist für das Rote Höhenvieh des Nationalparks nun wieder Höhenluft angesagt. Bereits in der vierten Saison sorgt die aktuell achtköpfige Herde für eine größere Artenvielfalt auf dem Ruckowitzschachten. Die probehafte Beweidung findet im Rahmen eines LIFE+ Projekts statt, welches sich um den Erhalt spezieller Lebensräume kümmert. Gefördert wird die Maßnahme von der EU und dem Bayerischen Naturschutzfonds.

Frühmorgens rückte das Team des Servicezentrums Falkenstein am Mittwoch zu den Übergangsweideflächen in Kreuzstraßl aus, um die Tiere mithilfe von Anhängern auf über 1100 Meter zu transportieren. Oben angekommen, begannen die Vierbeiner nach nur wenigen Sekunden ihre Sommerheimat zu erkunden.

„Die Rinder schaffen Vielfalt“, erklärt Projektbetreuerin Claudia Schmidt. „Das Vieh selektiert stark auf der Weide, dadurch wird etwa das Borstgras gefördert, das den Tieren nicht so schmeckt. Von kleinflächig offenen Bodenstellen, die durch Trittspuren entstehen, profitiert wiederum die Arnika, eine selten gewordene Heilpflanze.“

Wer mehr über die Beweidung erfahren will, kann am 12. August oder 2.September an Führungen zur Insel im Waldmeer teilnehmen. Treffpunkt für die knapp fünfstündigen, kostenlosen Führungen ist jeweils um 13 Uhr am Infopavillon beim Parkplatz P1 Zwieslerwaldhaus.

Gutes Schuhwerk und eine gewisse Grundkondition sind nötig, um die 450 Höhenmeter zu überwinden.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich.


ARTenSCHUTZ im Haus zur Wildnis


Die Künstler Britta Wahlers und Robert Marc Lehmann posieren im Haus zur Wildnis vor einer der großformatigen Tierzeichnungen. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

bis 30. Juli: Neue Ausstellung von Britta Wahlers und Robert Marc Lehmann will zum Nachdenken anregen

Seit wenigen Tagen empfängt das Haus zur Wildnis im Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal seine Besucher mit neuen Hinguckern, großformatigen Zeichnungen und stilvollen Fotografien. ARTenSCHUTZ nennt sich die erste gemeinsame Ausstellung der Viechtacher Künstlerin Britta Wahlers und des Kieler Fotografen Robert Marc Lehmann. Mit 33 imposanten Arbeiten will das Duo zum Nachdenken anregen.

„In unserer Welt verschwinden immer mehr Arten“, erklärt Wahlers. „Das Thema lässt mich einfach nicht los.“ Man müsse versuchen diese Entwicklung zu ändern, in den Köpfen der Menschen etwas zu bewegen. „Viele wissen einfach nicht, was etwa Konsum anrichten kann“, ergänzt Lehmann. Die von ihm fotografierten Orang Utans seien etwa alle Waisen. „Die Eltern starben als Bäume abgebrannt wurden, um mehr Palmöl anzubauen.“

Die Intension hinter den Kunstwerken ist also klar: „Artenschutz betrifft jeden“, unterstreicht Wahlers. „Und jeder kleine Schritt ist bedeutend.“ „Wir müssen jetzt handeln“, findet auch Lehmann. Nur so könne die Biodiversität auch in Zukunft erhalten bleiben. Und da kommen dann auch wieder die in der Ausstellung gezeigten Fischotter, Haie, Wisente oder Orang Utans ins Spiel.

Die Kunstwerke können noch bis 30. Juli täglich von 9 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt bestaunt werden.


Da ist wirklich allerhand geboten


Viele Spannende Angebote für Touristen und Einheimische stecken im neuen Führungsprogramm des Nationalparks, welches Frauenaus Bürgermeister Herbert Schreiner (links) von den Nationalpark-Mitarbeitern Petra Jehl und Lukas Laux vorgestellt bekam. (Foto: Elke Ohland/Nationalpark Bayerischer Wald)

Nationalpark stellt neues Führungsprogramm vor: Mehr Expertenwissen, mehr Radtouren und mehr Feste

Stolze 76 Seiten ist es dick, das neue Führungsprogramm des Nationalparks Bayerischer Wald. Von 15. Mai bis 8. November bietet es täglich viele spannende Angebote, die Touristen und Einheimische gleichermaßen faszinieren werden. Da einige der Führungen in Zusammenarbeit mit der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald (FNBW) durchgeführt werden, präsentierten Petra Jehl und Lukas Laux – im Nationalpark für Umweltbildung zuständig – die druckfrischen Heftchen und Plakate nun Frauenaus Bürgermeister Herbert Schreiner, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender bei der FNBW.

Dabei wurde klar, dass es wieder einige Neuerungen gibt. Erstmals findet die im Winterhalbjahr bereits etablierte und sehr beliebte Reihe „Nationalpark aus erster Hand“ auch im Sommerhalbjahr statt. Dabei nehmen Förster, Ranger, Forscher oder langjährige Waldführer die Besucher jeden Samstag mit auf eine besonders interessante Reise ins Schutzgebiet. Ausgebaut wurden auch die geführten Touren für Radfahrer. Insgesamt acht Mal wird heuer ab Bayerisch Eisenstein oder Finsterau in die Pedale getreten – meist mit Abstechern in den Nachbar-Nationalpark Šumava. Zudem gibt’s heuer gleich drei Feste zu feiern. Neben dem alljährlichen Spechtfest auf dem Waldspielgelände findet turnusgemäß das Tummelplatzfest statt und erstmals das Grafenauer Storchenfest.

„Da ist wirklich allerhand geboten“, fand schließlich Bürgermeister Schreiner. „So ein ausgeklügeltes Angebot muss uns eine andere Urlauberregion erstmal nachmachen.“ Besonders freut das Gemeindeoberhaupt auch, dass die Zusammenarbeit der FNBW mit dem Nationalpark so gut funktioniert. Gäste sehen im neuen Programm so etwa durch ein neues Piktogramm auf den ersten Blick, welche Veranstaltungen in Kooperation mit der Ferienregion durchgeführt werden.


Neue Öffnungszeiten für das Waldgeschichtliche Museum


waldmuseum.jpg|das Waldgeschichtliche Museum in St.Oswald

Das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald führt einen Museumstag ein. Ab sofort ist die Einrichtung des Nationalparks Bayerischer Wald an Montagen geschlossen. Feiertage sind von dieser Regelung ausgenommen. Damit passt sich das Haus an die in der Region übliche Praxis eines Ruhetags an. Von Dienstag bis Sonntag steht das Museum Interessierten bei freiem Eintritt wie bisher von 9 bis 17 Uhr zur Verfügung.

Nicht betroffen von der Änderung sind das Haus zur Wildnis bei Ludwigsthal und das Hans-Eisenmann-Haus bei Neuschönau, die in der Zeit von 26. Dezember bis 8. November weiterhin täglich geöffnet haben. Dort finden Urlauber an jedem Wochentag spannende Nationalpark-Informationen.


Vögel schwimmen im neuen Teich

Der Teich in der Großvoliere „Vögel am Waldrand“ war undicht, so dass er ein Betonfundamt bekommen hat. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Großvoliere im Tier-Freigelände nach Umbau wieder für Besucher geöffnet

Erst die Geflügelpest-Vorsorge, dann ein defekter Teich. Nationalparkbesucher, die im Tier-Freigelände bei Neuschönau die Voliere „Vögel am Waldrand“ bestaunen wollten, mussten zuletzt des Öfteren vertröstet werden. Nach einem Umbau ist das Gehege nun wieder geöffnet.

Der Teich in der Anlage war bisher mit einer Folie ausgekleidet, die im Laufe der Zeit durch die strengen Winter in Mitleidenschaft gezogen wurde. Diese Folie war nun so stark beschädigt, dass eine Reparatur anstand. Um dies in Zukunft zu vermeiden, wurde der Teich mit einer stabilen Betonschicht befestigt. Drei volle Ladungen eines Betonlasters waren dafür notwendig. Dank einer überdeckenden groben Sandmischung und eingelassenen Steinen am Ufer wirkt der kleine See weiterhin natürlich. Obendrauf mussten die Mitarbeiter des Nationalpark-Servicezentrums auch noch den Ablauf des Teiches neu verlegen.

Krickente, Ringeltaube, Moorente und Co. dürfen sich nun also wieder auf einen unbeschränkten Badespaß freuen. Nur das Gras rundherum muss nach der Baumaßnahme wieder neu sprießen, aber das dürfte nur eine Frage von wenigen Wochen sein.


Neuer Pächter für die momentan wegen Renovierung geschlossene Racheldiensthütte gesucht

 Wanderer erkennen derzeit auch von außen, dass an der Racheldiensthütte fleißig gearbeitet wird. (Foto: Franz Leibl/Nationalpark Bayerischer Wald )

Die Nationalparkverwaltung sucht einen neuen Pächter für die momentan wegen Renovierung geschlossene Racheldiensthütte. Interessierte können sich noch bis 14. Mai bewerben.

Die Wiedereröffnung des beliebten Ausflugslokals ist für den Spätsommer 2017 geplant.

Der Betriebshof des Nationalparks legt bei der Renovierung selbst Hand an – Wintereinbruch verzögert Putzarbeiten.

Aktuell sind die Rückenlehnen der Bänke an der Reihe. Hans-Georg Simmet und Martin Pauli zimmern seit einigen Wochen am neuen Mobiliar für die Racheldiensthütte. Auch Tische, Stühle und Hocker entstehen im Nationalpark-Betriebshof bei Altschönau in Eigenregie. Sobald der Innenausbau auf der Baustelle unterhalb des Rachelsees abgeschlossen ist, kommen die Holzmöbel aus Esche in die beiden Wirtsstuben des Ausflugslokals.

An der Hütte selbst sind die anstehenden Putzarbeiten aufgrund des unerwarteten Wintereinbruchs etwas ins Stocken geraten. „Wir sind trotzdem zuversichtlich, damit bis Mitte Mai fertig zu werden“, berichtet Rafael Galwas vom Staatlichen Bauamt Passau, das federführend für die Baumaßnahme verantwortlich ist. „Danach wird der Estrich ausgebracht, so dass wir Ende Mai aus dem Gröbsten heraus sein dürften und dann mit dem Innenausbau beginnen können.“

Bereits erledigt ist etwa der Anschluss ans öffentliche Stromnetz, die Anpassungen für einen barrierefreien Zugang, die Überarbeitung der Deckenbalken sowie der Bau von Trennwänden im WC-Trakt, einer Blitzschutzanlage fürs Gebäude oder den Deckenschalungen inklusive Dämmung. Für die nächsten Wochen stehen noch die Fliesen sowie die Außenbekleidung des WC-Anbaus, die Innentüren und die Montage der Küche auf dem Arbeitsplan. Zudem kommt noch der Holzboden in die Wirtsstuben – wiederum ein Punkt, den die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung selbst erledigen.

Die Wiedereröffnung des beliebten Ausflugslokals ist derweil für den Spätsommer 2017 geplant. Aktuell sucht die Nationalparkverwaltung einen neuen Pächter. Interessierte können sich noch bis 14. Mai bewerben. „Wir sind sicher, dass wir einen tatkräftigen Partner finden werden, der Bevölkerung und Touristen gleichermaßen eine gemütliche Einkehr umgeben von unserer wilden Waldnatur ermöglichen wird“, so Nationalparkchef Franz Leibl.

Imposante Woidbuidl im Haus zur Wildnis


Reges Interesse an den Naturmotiven hatten die knapp 100 Besucher der Ausstellungseröffnung. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

bis 28. Mai präsentieren Fritz Eichmann, Steffen Krieger und Stefan Sempert Naturfotografien im Haus zur Wildnis

Nebelverhangene Schachten, blühende Pflänzchen oder röhrende Hirsche – all das und noch viel mehr präsentieren drei Fotografen aus der Region aktuell im Haus zur Wildnis. Offiziell eröffnet wurde die Ausstellung Woidbuidl von Fritz Eichmann, Steffen Krieger und Stefan Sempert am Freitagabend. Bis 28. Mai können alle Besucher der Nationalpark-Einrichtung nun 39 imposante Naturaufnahmen bestaunen.

„Seit fünf Jahren geistert das Projekt jetzt schon in meinem Kopf herum“, so Eichmann bei der Begrüßung vor knapp 100 Gästen. Als Krieger und Sempert dann mit der gleichen Idee auf ihn zugekommen sind, war er sofort dabei. „Wir wollen einfach zeigen, welch unberührte Naturschätze wir im Nationalpark direkt vor der Haustür haben.“ Diesen Anspruch merkt man auch beim Betrachten der ausgewählten Motive. Ob eine Luchsin, die ihr Junges anstupst, der herbstliche Wald, der sich im Rachelsee spiegelt, oder ein Schmetterling, der sich an einer Blüte vergnügt – die Aufnahmen bilden nahezu das ganze Spektrum der Nationalpark-Natur ab.

Erfreut über die gelungene Ausstellung sei man auch beim Nationalpark, wie Reinhold Weinberger, Leiter des Haus zur Wildnis, sagte. „Wir sind immer besonders stolz, wenn wir tollen Künstlern aus der Region eine Bühne bieten dürfen.“ Die Fotos zeugten davon, dass die Fotografen oft „den richtigen Richter für den perfekten Moment“ haben.

Nationalparkerlebnis für Blinde und Sehbehinderte


Halten die ersten Plakate für den Aktionstag in Händen: Projektbetreuer Hans Mühlbauer und Lukas Laux, Leiter der Nationalpark-Umweltbildung. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Aktionstag im Waldspielgelände Spiegelau – Anmeldungen erbeten

„Auf Augenhöhe“ lautet das Motto des Aktionstags für blinde und sehbehinderte Menschen, den der Nationalpark Bayerischer Wald heuer erstmals durchführt. Dabei soll Betroffenen die Möglichkeit geboten werden, den Wald mit allen Sinnen zu erkunden. Am 23. Juni sind alle Interessierten ins Spiegelauer Waldspielgelände eingeladen.

Geplant ist, dass von 10 Uhr bis 15.30 Uhr an rund 20 Stationen spannende Entdeckungen gemacht werden können. Eingeteilt in Kleingruppen lernen die Teilnehmer von Waldführern viel Wissenswertes über die Natur.

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