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St.Hermann-Kapelle auf der Zell

Die St.-Hermann-Kapelle auf der Zell

Die St.-Hermann-Kapelle ist wohl die extravaganteste Kapelle, die es im Bayerischen Wald gibt. Helmut Koller, ein kreativer Architekturstudent und der Glaskünstler Erwin Eisch bauten sie im Frauenauer Ortsteil Zell über einen VW-Bus. Im Juli 1972 weihte Abt Placidus des Klosters Niederaltaich dieses einmalige Kunstwerk der Schmerzensmutter Maria. Der Standort dieser außergewöhnlichen Kapelle hat historische Bedeutung: 1324 soll der Rinchnacher Klosterbruder Hermann seine Zelle dort errichtet und Frauenau gegründet haben.

Die Malerei im Innenraum des Gotteshauses erinnert an das tragische Schicksal von Helmut Koller, der kurz nach dem Bau tödlich verunglückte. Aber auch die Jahrhunderte alte Glasmachertradition des Ortes Frauenau wurde in Bildern verewigt. Eine Sonnenuhr am Kapellenturm, gestaltet von Gretel Eisch, mahnt die Vergänglichkeit des Lebens an. Ein steinerner Stuhl steht für Ruhe und Frieden. Ein Fuß und Fußspuren, die in Richtung Frauenau führen, rufen den täglichen Gang des Glaubensboten Hermann hinunter in das Dorf ins Gedächtnis.

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