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Land der Abtei

Als Kaiser Heinrich II. im Jahre 1010 mit seiner Gemahlin Kunigunde Passau einen Besuch abstattete, war eine nahe Verwandte des Kaisers Äbtissin im Kloster Niedernburg in Passau. Als sogenannte „Nordwaldschenkung“ vermachte er dem Kloster daraufhin das ganze Gebiet nördlich der Donau. Im Westen bildeten Ilz und Schönberger Ohe die Grenze, im Norden der Biberbach bis zum „Geistlichen Stein“ bei Ringelai und von diesem Eckpunkt aus führte eine gerade Linie bis zum Lusen. Im Osten reichte das Gebiet bis Böhmen und zur Rodel, einem Nebenfluss der Donau im heutigen Oberösterreich. Durch diese Schenkung erhielt das Gebiet den Namen „Land der Abtei“.

Kaiser Friedrich I. Barbarossa nahm dem Kloster das Grundeigentumsrecht im Jahre 1218 aber wieder ab und vermachte das „Land der Abtei“ als Reichslehen an den Bischof von Passau, der damit Reichsfürst und Landesherr wurde.

Da daraufhin die Adeligen im Herzogtum Bayern des Öfteren in das Abteiland einfielen, wurden zum Schutz der Grenzen und des Landes Wehranlagen errichtet. Fürstbischof Wolfger von Erla hat dann z.B. die Burganlage Fürsteneck mit dem mächtigen Bergfried befestigt.

Im Jahre 1803 wurden die geistlichen Besitzungen im Abteiland aufgelassen, zuerst an das Großherzogtum Salzburg und 1806 an da neu errichtete Königreich Bayern.

siehe auch

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