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Nationalpark aktuell

Geführte Wanderungen, Radtouren und sonstiges Aktuelles rund um den Nationalpark Bayerischer Wald


Waldwildnis am Rachel

Waldschmidthaus)

Am Samstag, 31. Oktober, Tageswanderung in die wilde Natur des Nationalparks Bayerischer Wald

Am Samstag, 31. Oktober, begleitet Waldführerin Helga Braumandl alle Interessierten auf einer Wanderung zum Rachel, dem höchsten Berg im Nationalpark Bayerischer Wald. Gemeinsam mit der Waldbahn geht es erst nach Klingenbrunn-Bahnhof. Von dort aus führt der Weg entlang der Flanitz beständig hoch zum Waldschmidthaus. Von einem Aussichtspunkt gibt es einen herrlichen Ausblick über den Nationalpark zum Lusen und hinunter zum Rachelsee mit seiner eindrucksvollen Seewand. Nach einer kleinen Pause führt die Waldführerin die Gruppe über die Steinerne Treppe hoch zum Gipfel des Großen Rachel auf 1453 Meter. Beim Abstieg erleben die Teilnehmer die Umbrüche in den seit über 40 Jahren sich selbst überlassenen Wäldern und gelangen über die Rachelkapelle zum Rachelsee. Dann geht es ein Stück über den Eiszeitlehrpfad, bevor der Rückweg auf wildromantischen Pfaden durch das Föhraufilz zurück zum Ausgangspunkt führt.

Für die rund 18 Kilometer lange Strecke sind gut sechs Stunden einzurechnen. Es werden dabei zirka 700 Höhenmeter überwunden. Start der Führung ist um 10 Uhr. Der genaue Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. Die Führungsgebühr beträgt fünf Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind frei. Bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie bei Vorzeigen einer Nationalpark-Card oder einer Gästekarte mit GUTi-Logo wird nur die halbe Führungsgebühr erhoben.

Während der Wanderung ist keine Einkehr geplant. Daher sind neben einer gewissen Grundkondition, Trittsicherheit, geeignetem Schuhwerk und dem Wetter angepasster Kleidung, eine Brotzeit nebst Getränken mitzubringen. Um die Abstandsregelungen einhalten zu können, ist die Teilnehmerzahl auf 10 Personen beschränkt. Die üblichen Hygienevorschriften müssen eingehalten werden.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich.


Neuausrichtung der Besucherinfrastruktur im Falkensteingebiet in der Umsetzungsphase

Der stark unterspülte Wanderweg vom Falkenstein zum Sulzschachten erhielt eine neue Deckschicht. (Foto: Elke Ohland / Nationalpark Bayerischer Wald)

Forststraße am Lackenberg wird zum Wandersteig – Camperstellplätze in Ludwigsthal

Bei der im vergangenen Jahr begonnenen Umstrukturierung der Besucherinfrastruktur in der Region Falkenstein kann die Nationalparkverwaltung nun eine erste Zwischenbilanz ziehen.

Die Arbeiten zur Umwidmung von Forststraßen, die für die Holzabfuhr nicht mehr benötigt werden, haben in den vergangenen Monaten begonnen. So wird derzeit die Forststraße zwischen Rindlschachten und Lackenberg zu einem Wandersteig zurückgebaut. Die Trassenführung des Steiges ist bereits im Gelände erkennbar, die Feinarbeiten erfolgen im Frühjahr des kommenden Jahres. Ab nächstem Jahr ist der Steig dann zwischen dem 15. Juli und 15. November begehbar. Mit dem Rückbau von Forststraßen werden naturschutzfachliche Aspekte, wie zum Beispiel die Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Gebirgsbächen, berücksichtigt.

Bereits wieder begehbar und fertig saniert ist der Wanderweg vom Falkenstein hinunter zum Sulzschachten. Dort wurde die Deckschicht erneuert da der Pfad stark unterspült und mit vielen Löchern nur schwer begehbar war. Ebenfalls fertig ist der Camperstellplatz am Parkplatz vom Haus zur Wildnis. In einem gesonderten Bereich können hier Wohnmobile über Nacht stehen bleiben.

Noch in der Vorbereitungsphase hingegen ist der zusätzliche Radwegeabschnitt beim Jährlingsschachten. Die Neuwidmung liegt derzeit bei der Regierung von Niederbayern zur Genehmigung.


Straße zum Gfäll wird saniert

Unterzeichneten den Vertrag für die Sanierung der Schwarzachstraße: Bürgermeister Karlheinz Roth (l.) und Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. (Foto: Elke Ohland/Nationalpark Bayerischer Wald)

3,7 Millionen Euro teure Maßnahme soll 2021 beginnen

Zum 50. Geburtstag hat die Bayerische Staatsregierung ein Sonderprogramm zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen aufgelegt. Dazu gehört auch die Sanierung der Schwarzachstraße von Spiegelau hinauf zum Gfäll-Parkplatz. Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, und Karlheinz Roth, Bürgermeister von Spiegelau, haben die 3,7 Millionen teure Maßnahme nun auf den Weg gebracht.

Ausschlaggebend für die Sanierung ist der schlechte bauliche Zustand, in dem sich die Schwarzachstraße derzeit befindet. „Es besteht die Gefahr, dass sie in absehbarer Zeit nicht mehr von den für den Nationalparknahverkehr wichtigen Igelbussen befahren werden kann“, so Leibl. Deshalb wurde in diesem Jahr in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Umweltministerium und der Gemeinde Spiegelau an einer Lösung gearbeitet. „Wir freuen uns, dass wir nun zu einem Ergebnis gekommen sind“, so Leibl. „Denn die Straße bildet sowohl für Einheimische als auch für Gäste eine wichtige Zufahrtsmöglichkeit in die Rachelregion.“ Auch für die Sanierung des Waldschmidthauses, die in den nächsten Jahren geplant ist, sei eine intakte Zufahrtsmöglichkeit von großer Bedeutung.

Bürgermeister Karlheinz Roth bedankte sich bei der Unterzeichnung des Vertrages bei allen Beteiligten. „Uns war es sehr wichtig, dass die Nutzung der Schwarzachstraße nach der Sanierung für alle Beteiligte die gleiche ist als auch vor der Sanierung, egal ob für Igelbusse oder für den Individualverkehr.“ Roth freue sich auf die fertig sanierte Straße vor allem auch deswegen, weil sie dann wieder für Radfahrer freigegeben werden kann. Sowohl Roth als auch Leibl dankten insbesondere MdL Max Gibis für sein Engagement und seine Initiative, ohne dessen Hilfe es nicht zur Sanierung der Schwarzachstraße gekommen wäre. Erfreulich sei laut Roth insbesondere, dass der Freistaat Bayern nicht nur die Sanierungskosten, sondern zudem auch die nicht unerheblichen Unterhaltslasten in vollem Umfange übernehmen wird, ohne dass der Gemeinde Spiegelau künftig hier noch zusätzliche Kosten entstehen.

Der Freistaat Bayern wird die Sanierungskosten in Höhe von 3,7 Millionen Euro übernehmen. Nach Abschluss der Arbeiten wird die bisherige Gemeindestraße in den Besitz des Freistaates Bayern übergehen. Alle bisherigen Nutzungsrechte der Gemeinde Spiegelau bleiben in vollem Umfange erhalten und können auch künftig nur mit Zustimmung der Gemeinde Spiegelau geändert werden. Im oberen Bereich wir die Teerschicht erneuert, im unteren Bereich wird eine wassergebundene Decke aufgebracht. Diese Lösung war besonders für die Nationalparkverwaltung von Bedeutung. „Es war uns wichtig, dass die Bereiche der Straße, die auf Moorgrund verlaufen, mit wassergebundener Decke ausgebaut werden“, so Leibl. „Dadurch ist die ökologische Durchgängigkeit besser gewährleistet als bei einer Teerstraße.“ Die Planungen sollen noch heuer fertiggestellt werden, so dass im Jahr 2021 die Baumaßnahme beginnen kann.


Anschubhilfe für seltene Grau-Erlen

An der Deffernik bei Zwieslerwaldhaus sowie am Großen Regen bei Bayerisch Eisenstein finden derzeit Maßnahmen zur Förderung der Grau-Erlen statt. (Foto: Michael Pscheidl/Nationalpark Bayerischer Wald)

Entnahme von Fichten an der Deffernik und am Großen Regen zum Schutz der besonderen Lebensräume

Fichten, Tannen und Buchen – das sind die Baumarten, an die man im Nationalpark Bayerischer Wald als erstes denkt. Gerade in den tieferen Lagen gibt es in den Bachbereichen aber auch Grau-Erlen-Vorkommen. Der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union zufolge gelten Grauerlenwälder als seltene und prioritär zu schützende Vegetationsbestände. Um diese Bestände zu fördern, werden derzeit an der Deffernik bei Zwieslerwaldhaus und am Großen Regen zwischen Arberhütte und Bayerisch Eisenstein Grau-Erlen freigestellt.

„Die Auwälder entlang der Bäche, in denen die Grau-Erlen dominieren, sind bis auf wenige Reste im Nationalpark verschwunden“, erklärt Jochen Linner, der im Nationalpark für Naturschutz zuständig ist. Die Gründe dafür seien die jahrzehntelange Förderung von Fichtenbeständen sowie die Verbauung der Bäche. „Dadurch senkt sich der Grundwasserspiegel ab und die natürliche Wasserdynamik geht verloren.“

Um diesen besonderen Lebensraum der Auwälder und damit auch der Grau-Erlen zu erhalten, hat die Nationalparkverwaltung nun in der Entwicklungszone des Schutzgebiets sowie auf nicht zum Nationalpark gehörenden Flächen, die jedoch im Besitz des Freistaats sind, Maßnahmen ergriffen. „Wir fällen Fichten, die in der Nähe der Grau-Erlen stehen und ihnen Licht und Platz nehmen“, so Silvia Pflug, Leiterin der Nationalparkdienststelle Bayerisch Eisenstein. Dies wird ausschließlich durch eigenes Personal mit Hilfe von Motorsägen durchgeführt. Auf empfindlichen Nassböden kommen für den Abtransport sogar Rückepferde zum Einsatz – eine besonders naturschonende Weise der Holzernte. Ein Teil des anfallenden Holzes wird als Rechtholz vergeben, gelangt also nicht auf den freien Markt.

Entsprechende Maßnahmen wurden in den Vorjahren bereits am Kolbersbach zwischen Lindbergmühle und Spiegelhütte sowie am Reschbach zwischen Finsterau und Mauth durchgeführt. Die Maßnahmen werden jeweils in Abstimmung mit der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern geplant.


Specht-Rallye im Waldspielgelände

Wer die Specht-Rallye im Waldspielgelände erfolgreich absolviert, findet eine Schatztruhe sowie den dazugehörigen Code. (Foto: Kim Ascher/Nationalpark Bayerischer Wald)

Kleiner Ersatz für wegen Corona ausgefallenem Spechtfest

In den vergangenen Jahren bereitete das Spechtfest im Waldspielgelände bei Spiegelau stets hunderten Gästen viel Spaß und kreative Aufgaben. Da die Veranstaltung heuer nicht wie gewohnt im August stattfinden kann, hat sich der Nationalpark für alle begeisterten Spechtfreunde einen kleinen Ersatz überlegt: Eine Specht-Rallye!

Fleißige Schatzsucher begleiten den Buntspecht Benny dabei auf seiner Reise und lernen an acht Stationen vieles über ihn, seine Freunde und deren Lebensweisen. In der Märchenhütte wartet sogar ein neues Märchen auf freudige Leser. Wer alle Aufgaben und Rätsel löst, findet am Ende eine Schatztruhe mit einer kleinen Belohnung.

Das Begleitheft zur Rallye ist im Eingangsbereich des Waldspielgeländes zu finden. Die Ausarbeitung und Gestaltung der Specht-Rallye haben Teilnehmer am Freiweilligen Ökologischen Jahr übernommen.



Nationalpark-Saison wird verlängert

Stellvertretend für die Tourismus-Verantwortlichen der Region bedankten sich Daniel Eder (2.v.l.), Geschäftsführer der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald, und Jochen Stieglmeier (3.v.l.), Vorsitzender der Nationalpark-Partner, bei Landrat Sebastian Gruber (rechts) und Prof. Jörg Müller, stellvertretender Nationalparkleiter, für die Bemühungen zur Saisonverlängerung. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Bis 29. November in Betrieb: Igelbusse, Hans-Eisenmann-Haus, Führungsprogramm

Aktuell sind die Hotels, Ferienwohnungen und Gastronomie-Betriebe im Bayerischen Wald gut gefüllt – soweit es die Corona-Auflagen zulassen. Trotzdem hat die gesamte Branche heuer hart zu kämpfen. Die Monate des Lockdowns sind schlichtweg verloren. Um die Nationalparkregion für einen spätherbstlichen Urlaub attraktiv zu machen, hat der Nationalpark Bayerischer Wald in Kooperation mit dem Landkreis Freyung-Grafenau auf Anregung der Tourismusbetriebe vor Ort beschlossen, die Saison zu verlängern.

Konkret geht es um drei Punkte: Die Igelbusse auf den Linien zum Lusen und Rachel sowie nach Finsterau fahren nicht nur bis Ende Oktober, sondern bis 29. November. In der Verlängerungszeit werden aufgrund der früher einsetzenden Dunkelheit lediglich einige Abendfahrten gestrichen. Bis dahin hat heuer auch das Hans-Eisenmann-Haus bei Neuschönau täglich geöffnet. Das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald, ebenfalls eine Nationalparkeinrichtung, hat sogar bis 22. Dezember durchgängig dienstags bis sonntags geöffnet. Nur das Haus zur Wildnis bei Ludwigsthal muss aufgrund von eng getakteten Renovierungsmaßnahmen wie gewohnt am 8. November schließen. Dafür läuft der Führungsbetrieb des Nationalparks ebenfalls bis 29. November – und somit rund drei Wochen länger als geplant.

„Viele Leute haben gerade jetzt das Bedürfnis nach intakter Natur“, so Jochen Stieglmeier, Vorsitzender der Nationalpark-Partner. „Deswegen hoffen wir, ein bisschen was davon, was wir im Frühjahr verloren haben, im November noch aufzuholen.“ Daniel Eder, Geschäftsführer der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald, teilt diesen Wunsch. „Und in den vergangenen Jahren hat sich ja oft gerade der Spätherbst von seiner besten Seite gezeigt. Da können wir als Region dann wirklich nochmal punkten“, so Eder.

Jörg Müller, stellvertretender Leiter des Nationalparks, versteht die Maßnahmen auch als Wertschätzung an die touristischen Player in der Region. „Viele Akteure arbeiten eng mit uns zusammen, um Menschen zu ermöglichen, unser Schutzgebiet naturverträglich zu genießen. Denen geben wir so vielleicht die Chance, das Jahr noch etwas aufzubessern.“ In dieselbe Richtung argumentiert Landrat Sebastian Gruber: „Wir sind natürlich gern mit an Bord, wenn es darum geht, die Attraktivität der Region zu stärken.“ Gerade in der aktuellen touristischen Hochphase sehe man, wie wichtig eine gute Taktung beim ÖPNV ist. „Deswegen macht es Sinn, die Busse auch bis in den Spätherbst hinein fahren zu lassen“, sagt Gruber.


Kunstausstellung in Mauth: Die Wundersamen

Gisela Griem und Christian Binder bei der Vernissage im Nationalpark- und Gästeinfo

Bis 31. Oktober: Gisela Griem präsentiert Bilder und Collagen in Nationalpark- und Gästeinfo Mauth

Die grafischen Arbeiten und Collagen von Gisela Griem reduzieren die Fülle der Natur auf eine asketische Formen- und Farbensprache. Davon überzeugen können sich derzeit Besucher der Nationalpark- und Gästeinfo Mauth. Noch bis 31. Oktober stellt die Künstlerin hier unter dem Titel „Die Wundersamen“ aus.

Motiv und Thema aller gezeigten Arbeiten sind Samen, Urzellen des Lebens, kleinste Bausteine, die das Heranwachsen zu ganz andersartig gestalteten Lebewesen in sich tragen. Die Linolschnitte von Gisela Griem entstehen nach Fotovorlagen, selbst fotografierten oder gefundenen. Die Ausformulierung der Motive auf den Druckplatten ist Überlegung, Arbeit, Handwerk, aber vor allem Freude am Experiment, am Zufall. Dafür kommt die Farbe ins Spiel. Denn: Die Druckplatte oder auch eine zweite, kommt auf ein und demselben Blatt noch einmal um 180 Grad gedreht zum Einsatz, zwei Motive dürfen sich um die Vorherrschaft streiten, in Form und Farbe.

Bestaunen kann man die Werke montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr. Außerdem ist die Gästeinfo am Sonntag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


Einblicke in die Nationalparkforschung: Zehn Dinge, die wir in 50 Jahren gelernt haben


Auf mannhohen Stelen werden im Hans-Eisenmann-Haus die wichtigsten Erkenntnisse der Nationalpark-Forschung vermittelt.  (Foto: Daniela Blöchinger/Nationalpark Bayerischer Wald)

Bis 8. November: Ausstellung „Zehn Dinge, die wir in 50 Jahren gelernt haben“ im Hans-Eisenmann-Haus

Wie geht's den Auerhühnern im Bayerischen Wald? Was sind Urwaldrelikte? Und warum ist Totholz wichtig für die Biodiversität? Leicht verdauliche Antworten darauf gibt die aktuelle Ausstellung im Hans-Eisenmann-Haus bei Neuschönau. Unter dem Motto „Zehn Dinge, die wir in 50 Jahren gelernt haben“ können Besucher Einblicke in die Forschungsprojekte des Schutzgebiets gewinnen.

„Die komplexen Zusammenhänge der natürlich ablaufenden Prozesse zu verstehen, ist dem Nationalpark seit Jahrzehnten ein Hauptanliegen“, erklärt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. „Deswegen genießt die Forschung bei uns einen sehr hohen Stellenwert.“ Da Wissenschaftler für die Bevölkerung aber oft im Verborgenen arbeiten sei es umso wichtiger, deren Erkenntnisse öffentlich zu machen. „Deswegen widmet sich dieser Teil unserer Geburtstagsausstellungen auch ganz speziell der Forschung.“ Auf beleuchteten, mannshohe Stelen wird jedes Thema mit großformatigen Bildern und kurzen Texten – auf Deutsch und Tschechisch – aufbereitet.

Zu besichtigen ist die Sonderausstellung bis 8. November. Das Hans-Eisenmann-Haus hat bei freiem Eintritt täglich geöffnet – aktuell von 10 bis 18 Uhr.



Steinzeithöhle wieder zugänglich

vor der Steinzeithöhle

Es gilt Maskenpflicht – Kinos im Hans-Eisenmann-Haus und im Haus zur Wildnis geöffnet

Der Nationalpark Bayerischer Wald hebt ein paar weitere coronabedingte Sperrungen auf. Daher ist ab sofort die Steinzeithöhle im Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal wieder zugänglich. „Dort gilt wie üblich eine Maskenpflicht sowie eine Einbahnregelung“, erklärt Sachgebietsleiter Hans Kiener. „Zudem dürfen nur zehn Personen gleichzeitig in die Höhle“. Waldführer und Ranger sind im Einsatz, um dies zu überwachen.

Geöffnet ist auch wieder der Aussichtsturm beim naheliegenden Wolfsgehege. Aufgrund der beengten räumlichen Verhältnisse gilt jedoch auch dort die Maskenpflicht. Wie auf der Aussichtskanzel beim Luchs, dürfen sich hier höchstens zehn Personen gleichzeitig aufhalten.

Erleichterungen gibt es zudem im Haus zur Wildnis, wo der Kinosaal zumindest dreimal täglich seine Pforten öffnet – um 11, 13 und 14:30 Uhr wird jeweils für maximal 15 Personen eine 3D-Schau gezeigt.

Der Kinosaal im Hans-Eisenmann-Haus ist ebenfalls zugänglich – unter Einhaltung der gängigen Abstandsregelungen. Zudem sind im Waldgeschichtlichen Museum in St. Oswald der Treppenbaum und die Magmakammer im Einbahnverkehr wieder nutzbar.


Straße zum Gfäll für Radfahrer gesperrt

Spiegelau Kirche

Gemeinde Spiegelau: Grund ist der desolate Zustand

Die Schwarzachstraße hinauf zum Gfällparkplatz wird ab sofort von der Gemeinde Spiegelau für Radfahrer gesperrt. Der Grund ist der desolate Zustand der Straße, Risse und aufgebrochene Teilstücke stellen für Radfahrer eine zu große Gefahr dar. Der Igelbusverkehr ist von der Sperrung nicht betroffen.

Die Schwarzachstraße ist ein Teilstück des Radweges 98, Beschilderungen im Gelände weisen die Besucher auf die Sperrung hin. Wasser, Luft und Boden: Einblicke in die Forschungsstation Taferlruck


Die Quadratur des Jubiläums

Wer ein Foto von sich mit der großen „50“ macht und auf Instagram teilt, kann einen der Jubiläumswürfel gewinnen. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Zum 50. Geburtstag des Nationalparks: Fotoaktion mit großen Holzwürfeln startet in den Nationalparkeinrichtungen

Ein knalliges Grün zieht derzeit die Blicke der Nationalparkbesucher auf sich. Die großen Würfel mitsamt einer weißen 50 darauf stehen vor dem Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau, vor dem Waldgeschichtlichen Museum in St. Oswald und vor dem Haus zur Wildnis in Ludwigsthal. Entstanden sind sie in der nationalparkeigenen Schreinerei bei Altschönau, wo normalerweise Wegweiser, Informationstafeln oder Sitzgarnituren angefertigt werden.

Doch was hat es mit den Würfeln eigentlich auf sich? Die Aktion ist Teil des 50. Geburtstag des Nationalparks. Die Würfel vor den Einrichtungen sollen Gästen als Fotomotiv dienen – und so das Jubiläum in die Welt hinaustragen. Wer will, kann die entstandenen Bilder auf Instagram unter dem Hashtag #50jahrenationalpark teilen. Unter allen hochgeladenen Bildern wird am Ende des Jahres einer der schmucken Holzwürfel verlost. Da lohnt sich das Fotografieren gleich doppelt!


Parkscheinautomaten für das Nationalparkzentrum Falkenstein

Ab sofort steht am Parkplatz des Nationalparkzentrums Falkenstein ein Parkscheinautomat zur Verfügung. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Ab 1.Juli gibt es Parkscheinautomaten, Schranke wird abgebaut – „Einfach zu bedienende und wartungsarme Lösung“

Eine Neuerung gibt es im Parkplatzbereich des Nationalparkzentrums Falkenstein bei Ludwigsthal. Dort wird die Schrankenanlage zum 1. Juli durch Parkscheinautomaten ersetzt.

„Die Schrankenanlage ist in die Jahre gekommen“, erklärt Achim Klein, Leiter vom Haus zur Wildnis. „Es gab einige Ausfälle und keine Ersatzteile mehr für dieses Modell.“ Deshalb entschied sich die Nationalparkverwaltung dazu, die Schranken abzubauen und Parkscheinautomaten aufzustellen. „Das ist eine einfach zu bedienende und wartungsarme Lösung“, so Klein. Hinzu kommt, dass die Schranken häufig die Besucher davor abgeschreckt haben, auf den Parkplatz zu fahren und sich zu informieren. „Auch dieses Problem haben wir somit gelöst.“

Die Mitarbeiter vom Servicegebäude auf dem Parkplatz stehen weiterhin als Ansprechpartner für die Besucher vor Ort zur Verfügung. „Außerdem haben wir eine einfache Gebührenstruktur erarbeitet“, erklärt Klein. Es gibt ein Tagesticket sowie ein Feierabendticket mit günstigem Tarif, das vor allem für die Einheimischen gedacht ist, die am Nachmittag eine Runde im Tier-Freigelände spazieren gehen möchten.


Vom Tiere füttern und Wege markieren

Einer der acht Mitarbeiter, der im Video zu Wort kommt, ist Andreas Moosbauer. Er sorgt rund um Rachel und Lusen dafür, dass sich die Besucher im Nationalpark orientieren können. (Foto: Annette Nigl/Nationalpark Bayerischer Wald)

Digitaler Tag der offenen Tür im Servicezentrum Lusen – Video-Rundgang feiert am Samstag, 11. Juli Premiere

Wie werden die Tiere im Tier-Freigelände bei Neuschönau versorgt? Was entsteht alles in der nationalparkeigenen Schreinerei? Wie viel Aufwand steckt hinter den handgefrästen Infotafeln? Und wie kommen eigentlich die Wegweiser ins Gelände? Antworten darauf gibt’s beim digitalen Tag der offenen Tür im Servicezentrum Lusen bei Altschönau. Als Corona-Ersatzvariante findet der als Video-Rundgang statt. Wer bei der Premiere dabei sein will, muss am kommenden Samstagvormittag online gehen.

Beim Blick hinter die Kulissen kommen acht Mitarbeiter zu Wort. Knapp 15 Minuten lang berichten sie kurzweilig von ihrer täglichen Arbeit. Die Zuschauer sehen dabei, wie das Futter für Luchs, Biber und Uhu hergerichtet wird, wie die schmucken, hölzernen Sitzgarnituren entstehen oder wie viel Aufwand hinter der lückenlosen Wegemarkierung steckt.

Die digitale Führung feiert am 11. Juli, um 10 Uhr, Premiere auf dem YouTube- (www.youtube.com/nationalparkbayerischerwald) und Facebook-Kanal des Nationalparks (www.facebook.com/nationalpark.bayerischer.wald). Zuschauer können dabei live Fragen stellen. Auch nach der Premiere ist das Video weiterhin verfügbar.


Besucherandrang: Nationalpark verstärkt Information

Besucherandrang am Rachel

Waldführer werden an Parkplätzen eingesetzt – Polizei weist auf Freihalten von Rettungswegen hin

Derzeit sind außergewöhnlich viele Besucher im Nationalpark Bayersicher Wald unterwegs – nicht nur in den Einrichtungen des Schutzgebiets, sondern auch auf den Wanderwegen. Beliebte Wanderziele wie die Gipfel Rachel, Lusen und Falkenstein sind an regenfreien Tagen wie jüngst an Fronleichnam sehr hoch frequentiert. Das sorgt nicht nur aufgrund aktueller Abstands- und Hygieneregeln für Herausforderungen. Schwierig gestaltet sich oft auch die Parkplatzsuche.

Der Nationalpark Bayerischer Wald setzt daher ab sofort verstärkt ehrenamtliche Waldführer zur Besucherlenkung ein. „An den neuralgischen Punkten werden die Besucher dann gleich beim Ankommen informiert“, sagt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. Dabei gehe es nicht nur um eine Erstinformation über den Nationalpark, sondern auch darum, welche Parkplätze aktuell noch frei sind und angesteuert werden können. Nur dank dieses Engagements können die Ranger weiterhin verstärkt im Gelände unterwegs sein, um die Schutzgebietsregeln zu überwachen.

Gerade in der Ferienzeit ist es oft vorgekommen, dass sogar großflächige Parkplätze ihr Kapazitätslimit bereits am Vormittag erreicht haben. Viele Besucher wichen dann auf nicht ordnungsgemäße Parkflächen aus. Die Polizeiinspektionen Grafenau und Zwiesel, die für den Großteil der Nationalparkfläche zuständig sind, weisen ausdrücklich darauf hin, dass Rettungswege, aber auch Grünstreifen und Buswendemöglichkeiten unbedingt freizuhalten sind. Dies war jüngst nicht immer der Fall. Ausflügler sollten sich bewusst sein, das ordnungswidriges Parken auch im kostenpflichtigen Abschleppen münden kann.

Doch nicht nur auf den vielen klassischen Wanderparkplätzen kam es jüngst zu Problemen. Selbst der Großraumparkplatz des Nationalparkzentrums Lusen bei Neuschönau war am Pfingstmontag und an Fronleichnam überfüllt. Ab sofort wird der Nationalpark bei derartigen Situationen aktuell über seinen Facebook-Account über derartige Engpässe informieren. Auch Radiostationen würden informiert, wie an Fronleichnam erstmals praktiziert. „Damit hoffen wir, unsere Besucher frühzeitig über aktuelle Kapazitätsengpässe aufzuklären“, so Leibl. Eine Alternative zur Anreise mit dem Auto sei übrigens das ÖPNV-System der Region. Mit Igelbus und Waldbahn sind viele Ausflugsziele bestens erreichbar. Das Auto kann dann schon im Vorfeld des Nationalparks stehen bleiben. Informationen dazu gibt’s unter www.bayerwald-ticket.com.

Die hohen Besucherzahlen sind auch hinsichtlich der aktuellen Hygieneregeln bezüglich der Corona-Pandemie für alle Beteiligten herausfordernd. „Hier bitten wir eindringlich um eine gegenseitige Rücksichtname“, appelliert Leibl. Besonders an den Hotspots des Schutzgebiets sei das Abstandhalten nicht immer einfach. „Man muss einfach auch etwas mehr Zeit und Geduld mitbringen.“

In den beiden Tier-Freigeländen der Nationalparkzentren sind daher aktuell zur Besucherlenkung neben Rangern ebenfalls ehrenamtliche Waldführer im Einsatz. Zu Staus kann es gerade vor den Aussichtskanzeln kommen. Diese dürfen derzeit nur eine begrenzte Zahl von Besuchern nutzen. Kleine Volieren mussten ganz gesperrt werden, andernorts gelten Einbahnregelungen. „Wir haben all diese Maßnahmen gut beschildert und bitten darum, dies vor Ort auch zu befolgen“, sagt Leibl.

Zur aktuellen Standardausrüstung für den Nationalparkausflug gehört auch der Mund-Nasen-Schutz. Der muss nicht nur im ÖPNV und im Inneren der Besuchereinrichtungen, wie dem Hans-Eisenmann-Haus und dem Haus zur Wildnis, getragen werden, sondern zum Beispiel auch beim Betreten der bewirtschafteten Schutzhütten.

„Daneben sollten alle Besucher nicht vergessen, dass der Nationalpark ein Schutzgebiet ist, in dem seltene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten vorkommen“, ergänzt Leibl. Daher gelte es sich neben Abstands- und Hygieneregeln auch an allgemeine Verhaltensregeln zu halten. So ist im Nationalpark-Kerngebiet, zu dem vor allem die Hochlagen gehören, das Verlassen markierter Wege nicht gestattet. Nur so können bedrohte Arten wie das Auerhuhn überleben. Radfahren ist übrigens nur auf ausgewiesenen Radwegen erlaubt. Zelten, Nächtigen auf Parkplätzen und Müll hinterlassen ist verboten. „In jüngster Zeit hat die Nationalparkwacht in allen Bereichen leider vermehrt Verstöße dieser Art festgestellt.“ In diesen Fällen werden Bußgeldverfahren eingeleitet.

„Nichtdestotrotz freuen wir uns natürlich über Naturliebhaber, die unsere entstehende Waldwildnis erleben wollen“, so Leibl. „Wenn sich alle Besucher mit Rücksicht, Respekt und gesundem Menschenverstand durch unsere einzigartige Natur bewegen, werden wir auch den aktuellen Besucherandrang meistern.“


Wie geht es mit dem Nationalpark-Jubiläum weiter?

der Nationalpark

Fest der Region wird im Juni 2021 nachgeholt

Eigentlich hätte der Nationalpark Bayerischer Wald das ganze Jahr über bei mehr als einem Dutzend Veranstaltungen seinen 50. Geburtstag gefeiert. Die Corona-Pandemie hat die Planungen über Bord geworfen. Alle bis Mitte Juli geplanten Termine waren bereits abgesagt. Nun ist klar, dass das Jubiläumsprogramm auch im Rest des Jahres ausfällt. Dafür wird der Hauptakt 2021 nachgeholt. Führungen finden – in reduzierter Form – ab 30. Mai 2020 wieder statt.

Von der ausgeweiteten Absage sind unter anderem das für Anfang August im Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal anvisierte Fest der Region sowie sechs Tage der offenen Türen in den Nationalpark-Einrichtungen betroffen. Zudem wird die Geburtstagsführungsreihe ersatzlos gestrichen. Die gängigen Abstands- und Hygieneregeln wären bei derlei Veranstaltungen schlicht nicht umsetzbar.

Doch es gibt auch positive Nachrichten: „Bereits vergangenes Wochenende hätte es einen großen offiziellen Festakt sowie ein zweitägiges Fest der Region im Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau geben sollen“, berichtet Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. „Diese Hauptveranstaltung holen wir nächstes Jahr nach.“ Die behördliche Genehmigung vorausgesetzt, soll das Event von 18. bis 20. Juni 2021 über die Bühne gehen. Darüber hinaus ist die Nationalparkverwaltung gerade dabei, einige der abgesagten Veranstaltungen neu zu konzipieren und online in Videoformaten anzubieten.

Besucherinteraktion in Realität gibt’s derweil bald wieder im Führungsbereich. Ab Samstag, 30. Mai, werden im Rahmen eines Corona-Ersatzprogramms täglich verschiedene geführte Wanderungen größtenteils kostenlos angeboten.

Größere Touren sind am Wochenende geplant. An den Samstagen findet jeweils um 10 Uhr eine Tageswanderung in die wilde Natur zwischen Rachel und Lusen statt, am Sonntag geht es zur selben Zeit in das Nationalparkgebiet zwischen Falkenstein und Rachel. Auch an den Werktagen werden täglich bis zu zwei Führungen angeboten, wie zum Beispiel am Montag ein Urwaldspaziergang mit einem Ranger in Zwieslerwaldhaus, eine Wanderung zu den wilden Wäldern am Sagwasser am Mittwoch oder die Entdeckung der Vogelwelt am Donnerstagmorgen.

Nachdem ab den Pfingstferien mit einem erhöhten Besucheraufkommen im Nationalpark zu rechnen ist, hat sich die Verwaltung für das Angebot eines Ersatz-Programmes entschieden. „Für uns ist es wichtig, dass nicht nur Urlaubsgäste, sondern auch Einheimische wieder bei geführte Wanderungen unsere wilde Natur entdecken können“, erklärt Leibl. Die Bayerische Staatsregierung hatte in dieser Woche den Weg dafür geebnet und Führungen unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften erlaubt.

„Im Nationalpark bedeutet dies, dass der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden muss. Aus diesem Grund ist die Teilnehmerzahl auf maximal zehn Personen beschränkt.“ Bei entsprechender Nachfrage nach einzelnen Angeboten wird jedoch versucht, zwei Gruppen zu bilden, die räumlich getrennt voneinander unterwegs sind, um die Gesamtkapazität pro Führung auf 20 Personen zu erhöhen.

Das Programm läuft vorerst bis zum 30. Juni. Danach wird, entsprechend den dann geltenden Verhaltensregeln, entschieden, wie es mit dem Führungsbetrieb weitergeht. Das komplette Führungsangebot ist auf der Homepage des Nationalparks unter www.nationalpark-bayerischer-wald.de abrufbar. Zu jeder Führung müssen sich die Teilnehmer beim Führungsservice unter 0800 0776650 oder nationalpark@fuehrungsservice.de anmelden.


Wegen Corona: Waldschmidthaus bleibt zu

Waldschmidthaus

Pächter der Schutzhütte am Rachel führen 2020 Bewirtschaftung nicht fort – 2021 wird gebaut

Rachel-Wanderer müssen sich für die Pause in Gipfelnähe zukünftig wieder selbst versorgen, denn das Waldschmidthaus bleibt vorerst geschlossen. Die aufgrund der Corona-Pandemie verhängten Maßnahmen für die Gastronomie würden „wirtschaftlich, gesundheitlich und rechtlich ein nicht kalkulierbares, existentielles Risiko“ darstellen, so die bisherigen Pächter Sigrid Kick und Rudolf Holzapfel gegenüber der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald. Daher haben die Gastronomen auf eigenen Wunsch ihre Kündigung eingereicht.

„Wir bedauern diese Entscheidung“, so Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. Gerade hinsichtlich des renovierungsbedürftigen Zustands der Hütte inklusive der sehr beengten Verhältnisse im Inneren könne man den Schritt jedoch verstehen. Das Abstandsgebot sei sowohl im Gastraum als auch im Sanitärbereich kaum wirksam umsetzbar.

Für die Hütte bedeutet die Kündigung wohl, dass es in dieser Saison keinen Betrieb geben wird. „Kurzfristig einen neuen Pächter zu finden, ist so gut wie ausgeschlossen“, so Leibl. Nicht nur aufgrund der coronabedingten Einschränkungen, sondern auch weil das Haus 2021 sowieso geschlossen bleiben wird. Denn im nächsten Jahr soll die Generalsanierung beginnen. „Sobald absehbar ist, wann diese abgeschlossen ist, werden wir uns auf die Suche nach neuen Pächtern begeben.“


Racheldiensthütte öffnet am 18. Mai

die Racheldiensthütte

Wirt startet Probebetrieb ab 18. Mai vorerst nur bei schönem Wetter

Pünktlich zur bayernweiten Öffnung der Biergärten herrscht auch an der Racheldiensthütte ab 18. Mai wieder Betrieb. „Vorerst allerdings nur bei schönem Wetter von 10 bis 18 Uhr“, wie Wirt Hans Wichtl sagt. Der Gastronom plant erstmal einen einwöchigen Probebetrieb im Außenbereich, um danach zu entscheiden, ob ein weiterer Betrieb unter den aktuellen Gegebenheiten sinnvoll erscheint.

Gäste müssen beachten, dass die Diensthüttenstraße aufgrund einer Baumaßnahme derzeit gesperrt ist. Eine Zufahrt mit dem Rad ist dank einer Umleitung ab Forschungsstation Taferlruck allerdings möglich. Der Igelbus fährt heuer erst ab 30. Mai.

Die zweite im Besitz des Nationalparks Bayerischer Wald befindliche Hütte, das Waldschmidthaus am Großen Rachel, bleibt zunächst geschlossen. Wann der Saisonstart erfolgt, können die dortigen Pächter derzeit noch nicht sagen.


Nationalparkeinrichtungen öffnen wieder

Einrichtungen des Nationalparks Bayerischer Wald, wie das Tier-Freigelände in Neuschönau, sind seit 11. Mai wieder zugänglich. (Foto: Gregor Wolf / Nationalpark Bayerischer Wald)

Tier-Freigelände ab 11. Mai wieder zugänglich – Hygienekonzept und Abstandsgebot.

So läuft die Öffnung der Nationalparkeinrichtungen:

Aufgrund der Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen dürfen demnächst fast alle bisher gesperrten Nationalparkeinrichtungen wieder öffnen. Den Anfang macht bereits am 8. Mai das Waldspielgelände bei Spiegelau. Die Tier-Freigelände folgen am 11. Mai. Die Türen vom Haus zur Wildnis und vom Hans-Eisenmann-Haus sind ab 18. Mai geöffnet.

Für alle Einrichtungen gilt ein Hygienekonzept. In den Tier-Freigeländen bedeutet dies etwa, dass in einigen Anlagen eine Einbahnregelung gilt, Aussichtskanzeln sind nur für eine bestimmte Personenanzahl zugelassen und Stative für Kameras vorerst verboten. Zudem ist auf genügend Abstand zu achten. Auf die Regelungen wird vor Ort mittels Beschilderung hingewiesen. Daneben wird die Kapazität der Großparkplätze reduziert, um einem ungeregelten Ansturm vorzubeugen.

„Wir bitten unsere Besucher, sich an die Vorgaben zu halten. Nur so können wir gewährleisten, dass die vorgegebenen Anforderungen auch in den weitläufigen Tier-Freigeländen umgesetzt werden können“, sagt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. Er appelliert vor allem daran, die Tier-Freigelände bei bereits ausgelasteten Parkplätzen nicht über andere Parkmöglichkeiten anzusteuern, sondern bei Erreichen der dortigen Kapazitätsgrenze andere Ausflugsziele im Nationalpark anzusteuern.

Das Haus zur Wildnis, das Hans-Eisenmann-Haus und das Waldgeschichtliche Museum dürften den staatlichen Vorgaben folgend ebenfalls zeitgleich mit den Tier-Freigeländen wieder öffnen. „Da wir die Nutzung des Hans-Eisenmann-Hauses und des Hauses zur Wildnis mit der Öffnung der Gastronomie in den Außenbereichen koppeln möchten, werden die beiden Einrichtungen jedoch erst am 18. Mai geöffnet“, so Leibl. Vorerst gelten reduzierte Öffnungszeiten. Täglich ist dort von 11 bis 18 Uhr ein Besuch möglich. Das Waldgeschichtliche Museum folgt am 19. Mai und hat bis auf Weiteres dienstags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

In den Einrichtungen werden Obergrenzen für Besucher definiert, so dass sich nicht zu viele Personen gleichzeitig im Innenbereich aufhalten. Um dies überwachen zu können, müssen einige Eingänge gesperrt werden. Mögliche Zugänge werden beschildert. Ferner gilt im Innenbereich die Maskenpflicht und das Abstandsgebot. Desinfektionsmittel steht zur Verfügung. Für den Schutz der Mitarbeiter wurden an den Info-Theken Spuckschutzwände installiert. Die beiden Kinosäle sowie der Kinder-Erlebnisraum im Haus zur Wildnis sowie die Waldwerkstatt im Hans-Eisenmann-Haus stehen vorerst nicht zur Verfügung.

Weiter gesperrt bleiben die Grillplätze des Nationalparks und die Steinzeithöhle im Nationalparkzentrum Falkenstein. Außerdem ist noch nicht klar, wann die Umweltbildungseinrichtungen, also das Wildniscamp am Falkenstein und das Jugendwaldheim bei Schönbrunn am Lusen, wieder öffnen können. Dort müssen vor allem aufgrund der gemeinschaftlich genutzten Sanitäranlagen erst Konzepte zur weiteren Nutzung erarbeitet werden.

Die Erlebnis Akademie, Betreiber des Baumwipfelpfads im Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau, hat ebenfalls bereits über eine Öffnung ihrer Anlage entschieden. Dort wird der Betrieb am 15. Mai wiederaufgenommen.


Waldspielgelände öffnet wieder

Kinder im Waldspielgelände

Am Freitag, den 8.Mai, Wiedereröffnung des Waldspielgeländes im Waldspielgelände

Aktuell laufen noch Installationen und Sicherheitsprüfungen

Die bayerische Staatsregierung hat am Dienstag weitere Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Demnach dürfen Spielplätze wie das Waldspielgelände bei Spiegelau wieder öffnen.

Die Nationalparkverwaltung bittet jedoch um Verständnis, dass das beliebte Areal erst am Freitag wieder zugänglich gemacht werden kann. Grund dafür: Aktuell wird noch ein neues Spielgerät aufgebaut. Außerdem müssen bereits bestehende Installationen angebracht werden. Am Schluss sind noch Sicherheitsprüfungen nötig.

Der Grillplatz im Waldspielgelände sowie die weiteren Grillplätze des Nationalparks bleiben weiterhin gesperrt. Ferner sei darauf verwiesen, dass Besucher des Waldspielgeländes ab Freitag die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln beachten müssen.


Kinofilm zum 50. Nationalparkgeburtstag

Imposante Einblicke in die unberührte Natur des Nationalparks Bayerischer Wald liefert der Kinofilm "DER WILDE WALD". Foto: mindjazz pictures

Trailer zu „DER WILDE WALD“ feiert am 17. Mai Online-Premiere

Nachdem wegen der Corona-Pandemie bis dato alle zum 50. Jubiläum geplanten Veranstaltungen des Nationalparks Bayerischer Wald abgesagt werden mussten, kann sich das Schutzgebiet nun trotzdem über ein besonders Geburtstagsgeschenk freuen: Der im Laufe der vergangenen zwei Jahre erarbeitete Dokumentarfilm „DER WILDE WALD“ ist nahezu fertiggestellt.

Regisseurin und Produzentin Lisa Eder hat zeitgleich mit vier Kamerateams und aufwendiger Technik einen Kinofilm realisiert, der mehr ist als eine Liebeserklärung an eine grandiose Landschaft und ihre Bewohner. „Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein unvergleichliches Aushängeschild des Freistaats“, sagt Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber. „Die außergewöhnliche Schönheit des Nationalparks bringen wir mit dem Kinofilm ‚DER WILDE WALD‘ auf Leinwand. Mit UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall haben wir ein internationales Gesicht des Naturschutzes für das Projekt gewonnen. Das zeigt die große Bedeutung dieses Urwalds in der Mitte Europas.“

In der Dokumentation wird neben poetischen, großen Bildern auch Stellung zu hochaktuellen Themen bezogen: Wie viel wilde Natur braucht der Mensch, um zu überleben? Was können wir gegen das Artensterben tun? Und was können wir von unberührter Natur lernen, um Wälder in Zeiten des Klimawandels auch für künftige Generationen zu erhalten?

Entstanden ist der Film in Koproduktion mit dem Nationalpark Bayerischer Wald, mit Unterstützung des FilmFernsehFonds Bayern, des DeutschenFilmFörderFonds, der Leir Foundation sowie in Zusammenarbeit mit SWR und arte. „DER WILDE WALD“ wird seine Deutschlandpremiere coronabedingt ein Jahr später als geplant auf dem renommierten DOK.fest München im Mai 2021 feiern. Im Anschluss ist der Kinostart geplant, bevor der Film dann auch im Fernsehen zu sehen sein wird.

Als kleinen Vorgeschmack präsentiert der Nationalpark aber bereits demnächst einen sechsminütigen Trailer, der imposante Einblicke in den Kinofilm gibt. Der Clip feiert am Sonntag, 17. Mai, um 19.45 Uhr Premiere auf den Social-Media-Kanälen des Schutzgebiets: Auf YouTube unter www.youtube.com/nationalparkbayerischerwald und auf Facebook unter www.facebook.com/nationalpark.bayerischer.wald.


Den Kreuzottern auf der Spur

Kreuzottern an den verschiedensten Plätzen mit den verschiedensten Zeichnungen konnten im Rahmen des Forschungsprojektes schon fotografiert werden. (Fotos: Pauli Hien/Nationalpark Bayerischer Wald)

Neues Forschungsprojekt will Vorkommen im Nationalpark erheben

Egal ob Rothirsch, Luchs oder Wolf – wenn Forscher diese Tiere draußen in der Natur aufspüren wollen, ist dies nicht leicht und gelingt oft nur mittels Kotproben oder Fotofallen. Aber doppelt so schwer ist es, wenn es um Kreuzottern geht. „Das ist wie die Nadel im Heuhaufen zu suchen“, sagt Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Mit Hilfe eines Forschungsprojektes sollen nun die Bestände dieses gefährdeten Reptils ermittelt werden.

„Die Kreuzotter ist laut der Roten Liste Bayern 2019 stark gefährdet und die Bestände nehmen weiter ab“, so Leibl. Außerhalb der Alpen gibt es die größten Kreuzottervorkommen in den Ostbayerischen Grenzgebirgen, vor allem im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald. „Zusammen mit den tschechischen Vorkommen im Böhmerwald bildet unser Vorkommen das vermutlich größte, zusammenhängende in Mitteleuropa.“ Bis jetzt sind dies aber nur Vermutungen und viele Fragen sind offen. „Wie groß ist der Bestand? Geht er zurück? Oder profitiert die Kreuzotter von der Walddynamik im Nationalpark?“

Um das herauszufinden wurde bereits im vergangenen Jahr ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen. „Mit den Feldarbeiten haben wir im März begonnen“, erklärt Dr. Christoph Heibl, der im Nationalpark für das Projekt zuständig ist. Dann verlassen die Männchen ihre Winterquartiere und sonnen sich erst mal ausgiebig, bevor sie sich auf die Suche nach einer Partnerin machen. „In einem ersten Schritt haben wir Sonnen- und Paarungsplätze kartiert, denn dort lassen sich die Tiere verhältnismäßig leicht zählen und auch fotografieren.“ Über eine Fang-Wiederfang-Statistik und längere Zeitreihen kann dann der Bestandstrend abgeschätzt werden. Generell kann man einzelne Individuen gut unterscheiden, und zwar an ihrer individuellen Kopfbeschuppung. Bis jetzt konnten bereits 36 verschiedene Exemplare gezählt werden, was vermutlich aber nur einen kleinen Teil des Gesamtbestandes ausmacht.

Neben den Beobachtungen nehmen die Forscher auch genetische Proben. „So können wir beurteilen, wie stark der Austausch zwischen einzelnen Populationen ist“, erklärt Heibl. Wenn Populationen klein und isoliert sind, verarmen sie genetisch – „und können dann Krankheiten sowie anderen Stressfaktoren wenig entgegensetzen und sterben aus.“

Unterstützung erhält der Nationalpark bei diesem Projekt von Kreuzotterspezialist Pauli Hien. „Er war zu einer unserer wissenschaftlichen Vortragsreihen eingeladen“, erinnert sich Heibl. „Dort wurde schnell klar, dass er ein besonderes Gespür für die Kreuzottern und ihre Lebensräume hat.“ Über diese Kooperation freut sich Heibl ganz besonders – vor allem, weil er im Rahmen des Projektes noch viel vorhat. „Für 2021 ist eine Studie geplant, die Daten sammelt, wie genau Kreuzottern Windwurfflächen als Lebensräume nutzen.“

Im Rahmen des Projektes wollen die Forscher aber auch über das Reptil aufklären. „Schlangen sind sehr scheue Tiere und Begegnungen mit Menschen sind selten“, so Heibl. Sobald sie Erschütterungen – zum Beispiel durch Schritte – wahrnehmen, verkriechen sich Kreuzottern. Daher sind Bissunfälle, die in der Regel nicht lebensgefährlich sind, auch sehr selten. „Wichtig ist es, den Tieren mit Respekt gegenüberzutreten, was eigentlich – auch für ungiftige Tiere – selbstverständlich sein sollte.“


Racheldiensthüttenstraße wegen Bauarbeiten gesperrt

die Racheldiensthütte

Landeskriminalamt errichtet Funkturm - Schwerlastverkehr gefährlich für Radfahrer

Aufgrund von Bauarbeiten bleibt die Racheldiensthüttenstraße hinauf zur Racheldiensthütte weiterhin komplett für den Verkehr gesperrt. Der Grund sind Bauarbeiten im Bereich der Forschungsstation Taferlruck.

Das Landeskriminalamt errichtet dort für das neue BOS-Funksystem – ein nichtöffentlicher Funkdienst, der von Behörden verwendet wird – einen Sendemast.

Ab Montag, 4. Mai, wird auf der Straße vermehrt Schwerlastverkehr unterwegs sein, was insbesondere für Radfahrer lebensgefährlich sein kann. Daher ist eine Durchfahrt bis zum Abschluss der Bauarbeiten nicht erlaubt.


Nationalparkeinrichtungen bleiben bis 10. Mai gesperrt

Die Einrichtungen des Nationalparks Bayerischer Wald, wie das Tier-Freigelände in Neuschönau, bleiben vorerst bis 10. Mai geschlossen. (Foto: Gregor Wolf / Nationalpark Bayerischer Wald)

Betroffen sind unter anderem Besucherzentren inklusive Tier-Freigelände

Aufgrund der Corona-Pandemie bleiben die Besuchereinrichtungen des Nationalparks Bayerischer Wald vorerst bis zum 10. Mai geschlossen. Diese Entscheidung hat die Verwaltung in enger Absprache mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz basierend auf den aktuell geltenden Regelungen im Freistaat Bayern getroffen.

Zu den Einrichtungen zählen das Hans-Eisenmann-Haus bei Neuschönau und das Haus zur Wildnis bei Ludwigsthal inklusive der Tier-Freigelände, das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald, das Waldspielgelände bei Spiegelau, das Jugendwaldheim bei Schönbrunn am Lusen, das Wildniscamp am Falkenstein, die Nationalparkverwaltung in Grafenau, die Nationalpark-Infostellen sowie Spiel- und Grillplätze des Nationalparks. Auch der allgemeine Führungsbetrieb bleibt bis auf Weiteres eingestellt.

Wanderwege, die nicht durchs Waldspielgelände in Spiegelau oder durch eines der beiden Tier-Freigelände in den Nationalparkzentren Lusen und Falkenstein führen, können prinzipiell genutzt werden. Allerdings gilt es, das vom Freistaat Bayern verfügte Regelwerk zu beachten.

Die Nationalparkverwaltung ist telefonisch unter der Nummer 08552/9600-0, via Mail an poststelle@npv-bw.bayern.de oder mit Hilfe unseres Kontaktformulars erreichbar.


Coronavirus: Nationalpark-Einrichtungen weiterhin geschlossen

der Nationalpark

Tier-Freigelände bleiben gesperrt – Führungsbetrieb noch nicht möglich

Weiterhin herrscht aufgrund der Coronavirus-Pandemie in Bayern eine Ausnahmesituation. Deswegen müssen auch die Einschränkungen im Nationalpark Bayerischer Wald aufrechterhalten werden. Konkret bedeutet dies, dass alle Einrichtungen mit Publikumsverkehr bis mindestens 3. Mai geschlossen bleiben.

Von den Sperrungen betroffen sind unter anderen die beiden Tier-Freigelände inklusive der dortigen Parkplätze, das Hans-Eisenmann-Haus, das Haus zur Wildnis, das Waldgeschichtliche Museum und das Waldspielgelände. Zudem fallen ebenfalls mindestens bis 3. Mai alle Führungen und Veranstaltungen des Großschutzgebiets aus.


Anzeige: Unbekannte schneiden Bäume im Nationalpark um

im Nationalpark

Ranger entdeckt 50 gefällte Jungfichten im Kerngebiet – „Kein Einzelfall“

„Das ist kein Bagatelldelikt“, bringt es Prof. Jörg Müller, stellvertretender Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, auf den Punkt. Gemeint ist eine Entdeckung, die ein Mitarbeiter der Nationalparkwacht in der Karwoche gemacht hat. Mitten im Kerngebiet, wo derzeit zum Schutz bedrohter Tierarten absolutes Wegegebot gilt, haben Unbekannte rund 50 Jungfichten umgeschnitten. Die Nationalparkverwaltung hat deswegen Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet.

An selber Stelle, jedoch in geringerem Umfang, wurde bereits 2019 ein Eingriff registriert. „Leider ist das kein Einzelfall“, so Müller. Immer wieder kommt es vor, dass Bewuchs auf aufgelassene Wegen von unbekannten Dritten entfernt wird. „Aber gerade hier sollte die Natur wieder das Zepter übernehmen, um unter anderem für Arten wie dem störungsempfindlichen Auerhuhn genügend Rückzugsräume zu schaffen.“

Müller versteht die Baumfällaktion vor allem deswegen nicht, weil neben dem rund 500 Kilometer großen Wegenetz des Parks, das ganzjährig genutzt werden darf, viele in der Nationalparkverordnung definierte sonstige Wege und Steige sowieso von der Nationalparkverwaltung freigehalten werden. „Diese dürfen von 15. Juli bis 15. November von allen Naturfreunden begangen werden, also nachdem etwa die Auerhühner die harte Winterzeit und die Aufzucht ihrer Küken gemeistert haben.“ Dieses Wegekonzept ist mit den umliegenden Kommunen und Verbänden abgestimmt.

Der Vize-Nationalparkchef bittet eindringlich um Verständnis, dass in einem Großschutzgebiet immer Kompromisse zwischen Naturschutz und Erholungsnutzung gemacht werden müssen. Dazu gehört, dass nicht alle Teile des Gebiets zugänglich sein können. Um vergleichbare Freischneideaktionen in Zukunft möglichst zu unterbinden, wird die Nationalparkwacht an den neuralgischen Punkten noch stärker kontrollieren und konsequent Anzeige erstatten.


Programm zum Nationalparkjubiläum entfällt bis Mitte Juli

im Nationalpark )

Corona-Pandemie: Fest der Region sowie weitere Events und Führungen abgesagt

Aufgrund der Corona-Pandemie muss die Verwaltung des Nationalparks Bayerischer Wald die demnächst anstehenden Jubiläumsveranstaltungen anlässlich des 50. Geburtstages des Schutzgebietes absagen. Betroffen davon sind unter anderem das Fest der Region mit dem offiziellen Festakt, das vom 22. bis 24. Mai im Nationalparkzentrum Lusen stattgefunden hätte, sowie die im Haus zur Wildnis für 20. und 21. Juni geplanten Aufführungen von Ballett und Wildnis.

Die Nacht der Biodiversität sowie der Tag der offenen Tür im Wildniscamp am Falkenstein am 27. und 28. Juni sowie der Tag der offenen Tür im Servicezentrum Lusen am 11. Juli entfallen ebenfalls. Auch die Jubiläumsführungen unter dem Titel „Nationalpark exklusiv“ werden bis inklusive 15. Juli nicht durchgeführt. An diesem Stichtag hätte auch der Aktionstag für Menschen mit Handicap im Waldspielgelände stattgefunden. In Absprache mit den Mitveranstaltern, den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau, wird diese Veranstaltung ebenfalls abgesagt.

„Wir bedauern diese Schritte sehr – aber aufgrund der aktuellen Lage, in der sich der Coronavirus immer noch ausbreitet, können wir nicht anders handeln“, erklärt Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. „Alles andere wäre allen Beteiligten gegenüber unverantwortlich.“ Die Absagen wurden in enger Absprache mit dem Bayerischen Umweltministerium getroffen. Ob die ab 16. Juli geplanten Veranstaltungen stattfinden können, sei derzeit offen. „Wir bewerten die Lage ständig neu und orientieren uns natürlich an den Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung.“


Rätsel und Basteltipps für kleine Forscher

Beim Rätsel rund um die Frühlingsblumen gilt es auch eine Wörterkiste zu lösen. (Foto: Annette Nigl/Nationalpark Bayerischer Wald)

Auf neuer Unterseite der Nationalpark-Homepage gibt’s spannende Inhalte für Kinder

Grafenau. Während der Ausnahmesituation rund um das Coronavirus kann es vielen Kindern schnell ein wenig langweilig werden. Für etwas Abhilfe hierbei will jetzt auch der Nationalpark Bayerischer Wald sorgen. Auf seiner Homepage ist daher die neue Rubrik „Für kleine Forscher“ online gegangen, unter der ab sofort regelmäßig Rätsel und Basteltipps veröffentlicht werden.

Zwei abwechslungsreiche Arbeitsblätter sind bereits online. Mit Wörterkisten, Fehlerbildern oder Rechenaufgaben können sich Kinder dabei mit den Frühlingsblumen im Wald und dem Luchs beschäftigen. Kindgerechte Lesetipps geben Hilfe beim Rätseln. Mit etwas Abstand werden auch die Lösungen bereitgestellt. Im zweiten Bereich der Rubrik präsentiert der Nationalpark jede Woche einen neuen Basteltipp. In Form von kurzen YouTube-Videos kann man sich bereits Schritt für Schritt anschauen, wie man ein Insektenhotel baut oder wie auf einer Wäscheklammer ein Küken aus einem Osterei blicken kann.

Die Rätsel und Tipps landen auf der Homepage des Schutzgebiets – www.nationalpark-bayerischer-wald.de – im Navigationsbereich „Lernort Wald“. Daneben erscheinen sie auch stets unter „Aktuelles“ sowie auf dem Facebookkanal des Nationalparks.


So reagiert der Nationalpark auf das Coronavirus

Beim Nationalpark wird aktuell verstärkt auch aus dem Homeoffice gearbeitet. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Vermehrte Heimarbeit und Schichtbetrieb – Abordnungen an Gesundheitsämter

Die Ausnahmesituation rund um das Coronavirus hat auch den Nationalpark Bayerischer Wald voll erfasst. Besuchereinrichtungen sind geschlossen, Führungen abgesagt. Der laufende Betrieb der Verwaltung geht freilich trotzdem weiter. Um dem Infektionsschutz gerecht zu werden, wurden jedoch Maßnahmen zur Minimierung der persönlichen Kontakte umgesetzt.

„In der aktuellen Lage gilt es pragmatische Lösungen zu finden, die der Gesundheit aller dienen“, sagt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. „Das vermeiden persönlicher Kontakte steht dabei an oberster Stelle.“ Daher wurde die Möglichkeit, Homeoffice in Anspruch zu nehmen, jüngst noch einmal verstärkt. Aktuell können 47 Mitarbeiter der rund 200-köpfigen Mannschaft ihre Dienstgeschäfte von daheim erledigen – vorwiegend betrifft das die Angestellten in der Verwaltung in Grafenau. „Dadurch haben wir es geschafft, dass kein Büro mehr von zwei Personen benutzt wird.“

Doch nicht alle Aufgaben lassen sich aus der Ferne erledigen. Die Bewohner der beiden Tier-Freigelände müssen zum Beispiel auch versorgt werden, wenn die Gehege für Besucher gesperrt sind. „Bei den Tierpflegern haben wir jedoch auf Schichtbetrieb umgestellt, so dass so wenig Kontakt wie möglich entsteht.“ Dasselbe gilt für die Mitarbeiter im Wald-Management oder bei der Nationalparkwacht. Nur wenn der Arbeitsschutz den Einsatz von zwei Personen zwingend notwendig macht, zum Beispiel bei der Borkenkäferbekämpfung oder bei Maßnahmen der Verkehrssicherung, wird noch in Duos gearbeitet – dann jedoch mit möglichst viel Abstand zueinander.

Derweil haben die Landratsämter Regen und Freyung-Grafenau um Unterstützung gebeten. Daher verstärkt Nationalparkpersonal bereits seit vergangener Woche die Gesundheitsämter in Regen und Waldkirchen. Aktuell sind dafür acht Mitarbeiter abgeordnet. Zum 1. April folgen drei weitere.


Coronavirus: Nationalpark-Einrichtungen werden geschlossen

im Nationalpark )

Führungsbetrieb ab Montag, 16.März eingestellt – Grenzübertritte nach Tschechien nicht möglich

Die aktuelle Lage rund um das sich dynamisch verbreitende Coronavirus haben nun auch Auswirkungen auf den Nationalpark Bayerischer Wald. In Absprache mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz werden ab Montag, 16. März, Besuchereinrichtungen mit Publikumsverkehr geschlossen. Davon betroffen sind das Hans-Eisenmann-Haus bei Neuschönau, das Haus zur Wildnis bei Ludwigsthal und das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald. Geschlossen bleiben zudem das Jugendwaldheim bei Schönbrunn am Lusen sowie das Wildniscamp am Falkenstein.

Daneben stellt der Nationalpark ab 16. März auch den Führungsbetrieb komplett ein. Neben geführten Wanderungen im Gelände fallen auch alle weiteren Veranstaltungen des Großschutzgebiets aus. Die Vorkehrungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens gelten zunächst bis zum Ende der Osterferien, also bis inklusive 19. April. Wie es danach weitergeht, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Die Wanderwege und Tier-Freigelände im Nationalpark sind nicht betroffen von der Maßnahme. Die Nationalparkverwaltung weist jedoch darauf hin, dass es aktuell verboten ist, die Grenzübertritte im Schutzgebiet zu nutzen. Dieses Verbot basiert auf den Eindämmungsmaßnahmen der Tschechischen Republik. Hinweisschilder dazu werden demnächst im Gelände angebracht.


Kröten, Molche und Co sind wieder auf Wanderschaft

Ein 40 Zentimeter hoher Fangzaun wurde von Nationalparkmitarbeitern zwischen St. Oswald und Altschönau aufgebaut. (Foto: Annette Nigl/Nationalpark Bayerischer Wald)

Nationalpark stellt Amphibienschutzzäune und Warnschilder auf

Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche machen sich in diesen Tagen wieder auf Wanderschaft. Damit sie auf ihren beliebten Routen unbeschadet über die Straßen zu ihren Laichgewässern kommen, wurden im Nationalpark Bayerischer Wald an kritischen Stellen Amphibienschutzzäune aufgestellt.

„Wir beobachten weltweit und auch in Deutschland immer mehr den Rückgang von Amphibien“, erklärt Jochen Linner, der bei der Nationalparkverwaltung für Natur-, Arten- und Biotopschutz zuständig ist. Der Schutz dieser Tiere gewinne wird daher immer wichtiger. „Auch bei uns im Nationalpark wollen wir noch bestehende Populationen schützen und bewahren – wie eben mit Amphibienschutzzäunen.“

An drei Stellen im Nationalpark werden die zirka 40 Zentimeter hohen Zäune aufgestellt, und zwar bei Zwieslerwaldhaus, bei Spiegelau/Neuhütte und bei der Bergerbrücke zwischen St. Oswald und Altschönau. Zweimal täglich kontrollieren Mitarbeiter die Eimer und bringen die Kröten über die Straße zu ihren Laichgewässern. Ab diesem Jahr spielt dabei die Hygiene eine wichtige Rolle. „Seit einigen Jahren werden zunehmend tödliche Infektionen beobachtet, die durch Pilze und Viren ausgelöst werden“, erklärt Helmut Hackl, Mitarbeiter im Naturschutz. Gegenwärtig gelte der Bayerischer Wald noch als nicht betroffen, um die Ausbreitung dieser neuen Krankheiten zu verlangsamen, müssen laut Hackl verschiedene Maßnahmen bei der Arbeit mit den Amphibien eingehalten werden. „Dazu gehört zum Beispiel das Tragen von Handschuhen oder die gründliche Reinigung der Eimer und Schuhe.“

Im vergangenen Jahr konnte durch die Schutzmaßnahmen insgesamt 540 Erdkröten, 29 Grasfrösche und 242 Bergmolche bei ihrer Wanderung geholfen werden. „An manchen Bereichen müssen wir die Tiere nicht nur zu ihren Laichplätzen bringen, sondern auch wieder zurück. Gerade bei der Bergerbrücke treten die Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche auch wieder den Rückweg an“, erklärt Linner. Deshalb werden die Zäune oft auch erst Anfang Mai abgebaut.

Neben den Fangzäunen weist Linner noch auf eine weitere Maßnahme hin, und zwar die grün-weißen Krötenwarnschilder, die entlang der Nationalparkbasisstraße im Bereich Waldhäuser und Mauth aufgestellt wurden. „Wir wollen die Autofahrer dafür sensibilisieren, in diesen Bereichen langsamer zu fahren.“ In der Einmündung zu Waldhäuser gibt es das Warnschild schon seit einigen Jahren. „Hier werden nur noch wenige Tiere überfahren “, erklärt Linner, der weiterhin an die Rücksicht der Autofahrer appelliert.


Ausstellung zum Fotowettbewerb „Mein Nationalpark“

Neben dieser winterlichen Aufnahme vom Lusen werden 15 weitere Bilder von Nationalparkfans im Hans-Eisenmann-Haus gezeigt. (Foto: Rainer Merkl)

Die besten Bilder werden bis Anfang November im Hans-Eisenman-Haus präsentiert

Schon in den letzten Monaten des abgelaufenen Jahres hat der Nationalpark Bayerischer Wald seine Fans dazu aufgerufen, ihre besten Bilder einzureichen. Das Motto des Fotowettbewerbs lautete „Mein Nationalpark“. Nun hat eine Jury aus den über 300 Einsendungen die 16 imposantesten Motive ausgewählt und in Großformat drucken lassen. Die so entstandene Ausstellung ist nun im Zuge des 50. Geburtstags des Schutzgebiets bis Anfang November in Neuschönau zu sehen.


Wanderfalken bereiten sich auf Nachwuchs vor

Damit die Wanderfalken unterhalb des Großen Falkensteins ungestört ihre Jungen aufziehen können, wir der Weg durchs Höllbachgespreng vorläufig gesperrt. (Foto: Michael Göggelmann/Nationalpark Bayerischer Wald)

Weg durch das Höllbachgespreng vorerst gesperrt – Umleitung über den Sulzschachten ausgeschildert

Das Höllbachgespreng mit seinem ursprünglichen Bergmischwald ist als Rückzugsgebiet für Wanderer ebenso attraktiv wie für empfindliche Tiere. Um den dort lebenden Wanderfalken eine ungefährdete Brut zur ermöglichen, haben die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald und das Landratsamt Regen gemeinsam beschlossen, den Wanderweg Heidelbeere zwischen den Höllbachfällen und dem Hüttensteig ab 17. Februar zu sperren. Eine Umleitung zum Großen Falkenstein ist ausgeschildert.

„Wanderfalken sind während der Brutzeit eine sehr störungsempfindliche Art“, erklärt Jochen Linner, der beim Nationalpark für Naturschutz zuständig ist. „Nur mit einer Sperrung können wir gewährleisten, dass die Vögel bei der Aufzucht ihrer Jungen nicht unnötig gestört werden.“ Schließlich richten die Tiere ihr Nest meist direkt auf den Felsen entlang des Weges ein. Sollten die Experten schließlich einen Bruterfolg beobachten, könnte die Sperrung bis maximal Ende Juni verlängert werden.

Die beeindruckenden Höllbachfälle können trotz der Sperrung besichtigt werden, der Wanderweg ist bis dorthin frei zugänglich. Von den Wasserfällen aus führt die ausgeschilderte Umleitung auf dem Weg mit der Markierung Silberblatt über den Sulzschachten zum Gipfel. So bleibt ein direkter Aufstieg von Scheuereck zum Großen Falkenstein möglich.

Um die Wanderfalken und andere Tierarten nicht bei Paarung und Nachwuchsaufzucht aufzuschrecken, bittet die Nationalparkverwaltung außerdem, in den Kerngebieten des Nationalparks weiterhin das Wegegebot einzuhalten und die markierten Wege und Loipen bis Mitte Juli nicht zu verlassen. „Wir bauen hier ganz stark auf das Verständnis unserer Besucher“, sagt Naturschutzbeauftragter Linner. Schließlich dienen die saisonal begrenzten Wegeeinschränkungen insbesondere dem Schutz seltener und gefährdeter Tierarten, etwa dem Auerhuhn.


Auftanken in der Wildnis


E-Bike-Fahrer können den Akku ihres Rades ab sofort kostenfrei an der Racheldiensthütte aufladen. (Foto: Hans-Georg Simmet/Nationalpark Bayerischer Wald)

Nationalpark stellt E-Bike Ladestation an der Racheldiensthütte auf

Auch im Nationalpark Bayerischer Wald sind immer mehr Besucher mit E-Bikes unterwegs. Damit diese ihren fahrbaren Untersatz auch während einer längeren Radtour auftanken können, hat die Nationalparkverwaltung an der Racheldiensthütte nun E-Bike-Ladestationen errichtet. Bis zu acht Akkus können hier gleichzeitig geladen werden, die Benutzung ist kostenlos.


Auf Rädern durch den Nationalpark


Freuen sich über die neuen Hilfsmittel für Nationalpark-Besucher mit Handicap: Nationalparkleiter Franz Leibl (von links), Christian Kremer von der Erlebnis Akademie und Umweltbildungsreferent Lukas Laux vor einem Elektro- und einem Wanderrollstuhl. (Foto: Elke Ohland/Nationalpark Bayerischer Wald) 
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Besucher mit Handicap können sich ab sofort Elektro-, Wander- und Klapprollstuhl ausleihen

Es ist wieder ein Schritt mehr dafür getan, die wilde Natur des ersten deutschen Nationalparks für Besucher mit Handicap erlebbar zu machen. Denn ab sofort stehen im Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau ein Elektro-, ein Wander- und ein Klapprollstuhl sowie ein Bollerwagen zum kostenlosen Ausleihen zur Verfügung. Das ist eine weiter Maßnahme im Rahmen der Initiative Nationalpark für alle.

„Die Hilfsmittel sind hier gut aufgehoben“, sagte Nationalparkleiter Franz Leibl. „Schließlich haben wir die Wege in den Tier-, Pflanzen- und Gesteins-Freigeländen derart umgestaltet, dass sie auch mit Rollstühlen zu bewältigen sind. So ist es auch körperlich eingeschränkten Naturfreunden möglich, unsere Einrichtungen zu nutzen.“

Finanziert wurden die Neuanschaffungen von der Erlebnis Akademie, die im Nationalparkzentrum Lusen den Baumwipfelpfad betreibt. „Wir konzipieren unsere Angeboten ebenfalls so, dass sie von allen Besuchergruppen genutzt werden können“, betonte Christian Kremer. „Daher unterstützen wir den Nationalpark gern bei Maßnahmen, die die Barrierefreiheit verbessern.“

Wer von den neuen Hilfsmitteln Gebrauch machen möchte, kann einfach beim Parkplatzservice auf dem P1 des Nationalparkzentrums Lusens vorbeischauen. Eine vorherige telefonische Reservierung via 08558/9729823 ist ratsam. Kosten fallen nicht an. „Natürlich können die Rollstühle auch für Touren an anderen Orten des Nationalparks ausgeliehen werden“, so Umweltbildungsreferent Lukas Laux. „Dabei ist lediglich der Transport der Gerätschaften selbst zu organisieren.“


nationalpark_aktuell.txt · Zuletzt geändert: 2020/10/25 09:19 von gfreund

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