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Nationalpark startet Podcast

Das Logo zum neuen Format „Wildnis schafft Wissen“. (Grafik: Annemarie Schmeller/Nationalpark Bayerischer Wald)

Motto: „Wildnis schafft Wissen“ – Erste Folge stellt Umwelt-Monitoring vor

Natur Natur sein lassen ist das Motto im Nationalpark Bayersicher Wald. Menschliche Eingriffe sind auf einem Großteil der Fläche des Schutzgebiets tabu. Natürliche Prozesse können großflächig so ablaufen, wie sie es seit Jahrtausenden tun. Nur an wenigen anderen Stellen der Bundesrepublik Deutschland haben Naturliebhaber die Chance, dies aus nächster Nähe zu beobachten. Und auch für Forscher bietet dieser Prozessschutz einmalige Möglichkeiten. Was dabei alles erforscht wird, beleuchtet ab sofort der Podcast „Wildnis schafft Wissen - Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald“.

Die erste Folge ist bereits auf allen gängigen Podcast-Plattformen, der Nationalpark-Homepage (www.nationalpark-bayerischer-wald.de) und dem Nationalpark-YouTube-Kanal (www.youtube.com/nationalparkbayerischerwald) online. Darin berichtet Geoökologe Burkhard Beudert von der Umweltforschung rund um Wasser, Luft und Boden. Außerdem werden Teile der Gespräche zwischen Podcast-Autorin Julia Reihofer und den Nationalparkexperten auch im Programm von Unser Radio ausgestrahlt. Zunächst sind zwölf Folgen geplant, die im Abstand von etwa zwei Wochen veröffentlicht werden.


Video-Rundgang durch das Servicezentrum Falkenstein

Nicht nur für die Tiere im Tier-Freigelände, sondern auch für das Rote Höhenvieh auf den Schachten sind die Mitarbeiter des Servicezentrums Falkenstein zuständig. (Foto: Franz Leibl / Nationalpark Bayerischer Wald

Premiere am Samstag, 19. September, um 10 Uhr auf Facebook und YouTube

Von der Anbringung der Beschilderung auf den Wanderwegen über die Versorgung des Roten Höhenvieh auf den Schachten bis hin zur Überprüfung der Spielplätze – die Aufgaben der Mitarbeiter im Servicezentrum Falkenstein sind vielfältig. Welche Tätigkeiten genau in dem Betriebshof in Kreuzstraßl bei Ludwigsthal anfallen, ist bei einem rund zehnminütigen Videorundgang zu sehen.

Die Premiere findet am Samstag, 19. September, um 10 Uhr auf Facebook (www.facebook.com/nationalpark.bayerischer.wald) und auf YouTube (www.youtube.com/nationalparkbayerischerwald) statt. In der digitalen Führung, die ein kleiner Ersatz für den eigentlich im September 2020 geplanten Tag der offenen Tür ist, erklären sechs Nationalparkmitarbeiter ihre Arbeitsbereiche.


4200 Pilzarten in einer Datenbank

Gehört zu den seltenen Funden: der Buchenwald-Zärtling. (Foto: Peter Karasch / Nationalpark Bayerischer Wald)

Interreg-Projekt „Funga des Böhmerwaldes“ beendet – Neue Internetseite mit Fotos, Verbreitungskarten und Beschreibungen

Wie viel essbare Pilze findet man im Böhmerwald? An welchem Baum wächst der Rotrandige Baumschwamm? Und wie verbreitet ist der Blutmilch-Schleimpilz? Antworten auf diese Fragen gibt die neue Webseite www.pilze-ohne-grenzen.eu. Interessierte finden dort 12 000 Bilder und Verbreitungskarten von 4200 Pilzarten sowie 3000 Artbeschreibungen. Entstanden ist die Internetseite im Rahmen des Interreg-Projekts „Pilze des Böhmerwalds“, in dem der Nationalpark Bayerischer Wald als Leadpartner verantwortlich ist.

Seit dem Jahr 2017 war ein internationales Forscherteam um die Projektleiter Prof. Claus Bässler und Peter Karasch im Böhmerwald unterwegs, um die dort wachsenden Pilzarten zu kartieren, zu fotografieren und zu beschreiben. Das Projektgebiet läuft auf bayerischer Seite von der Waldnaab in der Oberpfalz entlang der Donau bis nach Passau und Linz, auf tschechischer Seite geht es bis zum Gratzener Bergland. Die beiden Nationalparks mit ihrer wilden Natur bilden das Herzstück des Forschungsgebiets.

Nun, im Jahr 2020, ist das Projekt mit der Erstellung der neuen Webseite in deutscher, englischer und tschechischer Sprache abgeschlossen. „Wir sind mit unserer Arbeit sehr zufrieden und konnten mit 170 000 Funddaten von über 4200 Pilzarten auch deutlich mehr zusammentragen, als wir uns vorgenommen hatten“, erklärt Peter Karasch. Aber gänzlich erforscht ist die Pilzwelt im Böhmerwald noch nicht. „Im Vergleich zu Pflanzen und Tieren sind die Pilze mehr als hundert Jahre vernachlässigt worden. Das braucht schon noch seine Zeit, um hier aufzuschließen.“

Mit der Datenbank, die nun zur Verfügung steht, habe man eine gute Wissensbasis, auf der man aufbauen könne. Besonders wertvoll für die Arbeit ist laut Karasch auch die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarn im Nationalpark Šumava und aus Österreich. „Es hat richtig Spaß gemacht. Die Kollegen sind fachlich sehr versiert und so haben wir uns kennen und schätzen gelernt.“ Vor allem dann, wenn es besondere und seltene Funde gab. „Davon hatten wir bestimmt mehrere dutzend“, so Karasch. Auch die Entdeckungen des Buchenwald-Zärtlings oder des Bleichen Schüpplings gehören dazu. „Das sind Naturnähezeiger, die fast nur noch in Naturschutzgebieten, Naturwaldreservaten und eben in den Nationalparken zu finden sind.“

Auch Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks, freut sich über die vielen interessanten Entdeckungen, die im Laufe der Untersuchungen gemacht wurden. „Das Projekt war eine einmalige Gelegenheit, um das Wissen zur Pilzwelt im Böhmerwald länderübergreifend zu erfassen und auszubauen.“ Schließlich seien diese faszinierenden Organismen essenziell wichtig in allen natürlichen Stoffkreisläufen.

Dies sieht auch Pavel Hubený, Direktor der Nationalparkverwaltung Šumava, so. Das Projekt sei ein wichtiger Beitrag um nicht nur die Nationalparks, sondern die Region zu erkunden. „Diese Datenbank mit Tausenden von Pilzarten ist eine einzigartige Leistung. Ich bin überzeugt, dass es sowohl von Mykologen als auch von Pilzbegeisterten verwendet wird, von denen es in der Tschechischen Republik eine große Anzahl gibt.“ Dieses Projekt zeige, dass die Landesgrenzen keine Barrieren mehr darstellen. „Gemeinsam mit dem Nationalpark Bayerischer Wald und mit den Partnern aus Österreich können wir sinnvolle Projekte mit großem Mehrwert realisieren. “

Neben der Webseite ist im Rahmen der Kooperation auch die Broschüre „Pilze im Böhmerwald“ in deutscher und tschechischer Sprache entstanden. In dieser finden sich eine Übersicht der häufigsten Gift- und Speisepilze, Kurzporträts sogenannter Naturnähezeiger-Pilze sowie einige Raritäten. Die Broschüre ist in den Besucherzentren des Nationalparks kostenlos erhältlich.


Habichtskäuze, Wildschweine, Borkenkäfer & Co.: Einblicke in die Nationalpark-Forschung

Vom Naturschutz- und Forschungsstützpunkt Neuschönau aus wird unter anderem das Habichtskauz-Monitoring koordiniert. (Foto: Michael Göggelmann)

Digitale Führung seit 12. September auf YouTube und Facebook

Wie wird im Nationalpark der zweitgrößten Eulen-Art Deutschlands, dem Habichtskauz, nachgespürt? Welche Fische schwimmen durch die klaren Gebirgsbäche? Gibt es naturverträgliche Möglichkeiten zur Borkenkäferbekämpfung? Wie wichtig ist Totholz für die biologische Vielfalt? Warum lassen sich Luchse so gut zählen? Für welchen Zweck unterhält das Schutzgebiet einen Anzuchtgarten? Und wie läuft eigentlich die Zersetzung von Wildschweinkadavern im Wald ab? Antworten darauf - und auf weitere Fragen - bietet ein rund 16-minütige Videorundgang durch den Naturschutz- und Forschungsstützpunkt in Neuschönau, der am Samstag, 12. September, um 10 Uhr, auf Facebook (www.facebook.com/nationalpark.bayerischer.wald) und YouTube (www.youtube.com/nationalparkbayerischerwald) Premiere feiert.

In der digitalen Führung, die ein kleiner Ersatz für den eigentlich im September 2020 geplanten Tag der offenen Tür ist, erklären acht Nationalparkmitarbeiter spannende Hintergründe zur wissenschaftlichen Arbeit im unscheinbar wirkenden Gebäudekomplex direkt an der Ortsdurchfahrt von Neuschönau. Im Fokus stehen nicht nur spannende Forschungs- und Monitoring-Projekte, sondern auch dauerhafte Naturschutzmaßnahmen des Großschutzgebiets. Alle Arbeiten haben gemein, dass deren Logistik im Anwesen in der Holzgemeinde zusammenläuft.


Kunst, Kultur und Schulklassen: Digitale Einblicke ins Waldgeschichtliche Museum

Das Team des Waldgeschichtlichen Museums führt digital durch die beliebte Attraktion in St. Oswald. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Digitale Führung seit 6. September auf YouTube und Facebook

Wie hat sich der Bayerischer Wald kulturhistorisch verändert? Wie wichtig ist Kunst und Kultur im Nationalpark? Was erzählt das Waldgeschichtliche Museum darüber? Und wie kommt eine Schulklasse im Schutzgebiet eigentlich zu einer spannenden Führung im wilden Wald? Antworten darauf - und auf weitere Fragen - bietet ein rund elfminütiger Videorundgang durch das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald, der am Sonntag, 6. September, um 10 Uhr, auf Facebook (www.facebook.com/nationalpark.bayerischer.wald) und YouTube (www.youtube.com/nationalparkbayerischerwald) Premiere feiert.

In der digitalen Führung, die ein kleiner Ersatz für den eigentlich im September 2020 geplanten Tag der offenen Tür ist, erklären fünf Nationalparkmitarbeiter spannende Hintergründe zum Museum im Ortszentrum von St. Oswald. Im Fokus steht nicht nur die Dauerausstellung, sondern auch das Kunst- und Kulturangebot, welches sich in der Einrichtung zentriert. Außerdem laufen hier die Fäden für die Schulangebote zusammen.


Schnelles Internet fürs Nationalparkzentrum Lusen


Freuen sich über den Glasfaserausbau im Nationalparkzentrum Lusen: Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl (v.r.), Christian Binder, Leiter des Hans-Eisenmann-Hauses, und Bürgermeister Alfons Schinabeck. (Foto: Elke Ohland /Nationalpark Bayerischer Wald)

Maßnahme im Rahmen des Glasfaserausbaus in der Gemeinde Neuschönau

Ein Geschenk zum 50. Geburtstag hat Neuschönaus Bürgermeister Alfons Schinabeck nun der Nationalparkverwaltung gemacht. Derzeit wird vom Ortskern entlang der Böhmstraße bis zum Hans-Eisenmann-Haus und dem Gebäude der Nationalparkwacht ein Glasfaserkabel verlegt.

Durchgeführt wird diese Baumaßnahme im Rahmen des Förderprogramms zum Breitbandausbau in Außenbereichen. „90 Prozent der Kosten trägt der Freistaat, zehn Prozent übernehmen wir als Kommune“, erklärte Alfons Schinabeck beim ersten Ansetzen der Baggerschaufel. „Das schenken wir unserem Nationalpark sehr gerne zum Geburtstag.“

Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks, bedankte sich für das Vorhaben. „Für unsere Mitarbeiter im Nationalparkzentrum Lusen war die fehlende, gute Internetverbindung oft eine große Herausforderung.“ Er freue sich über das Geschenk der Nationalparkgemeinde Neuschönau und darüber, dass man nun im Bereich der Digitalisierung einen Schritt weiter sei.

Bis Ende Juni soll die Maßnahme abgeschlossen sein, dann werden nicht nur die Nationalparkmitarbeiter von dem Ausbau profitieren. „Wir wollen auch unseren Besuchern kostenfreies, schnelles Internet anbieten“, so Leibl. „Sowohl im Hans-Eisenmann-Haus als auch im Bereich der Parkplätze.“


Nationalpark-App wartet mit neuen Funktionen auf

Die Funktion „Virtuelles Panorama“ zeigt Nutzern umliegende Ausflugsziele an, wie hier am Großalmeyerschloß den benachbarten Lusengipfel. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Virtuelles Panorama, Tracking-Möglichkeit und Wildnis-Infos – Verfügbar für Android und iOS in Deutsch, Englisch und Tschechisch

Passend zur Haupturlaubszeit hat der Nationalpark Bayerischer Wald seiner kostenlosen App ein paar neue Funktionen spendiert. So wird die mobile Anwendung für Android- und iOS-Betriebssysteme noch attraktiver. Der Relaunch sorgt nicht nur dafür, dass sich Wanderer und Radfahrer im Gelände besser orientieren können, sondern auch dafür, dass viele wilde Naturinfos nachgelesen werden können. In deren Genuss kommen nun nicht mehr nur deutschsprachige Nutzer, da die App nun zudem auf Englisch und Tschechisch verfügbar ist.

„Vor allem die Erweiterung auf drei Sprachen war uns wichtig“, betont Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. „Schließlich liegen wir direkt an der Grenze zum Nationalpark Šumava und haben darüber hinaus viele internationale Gäste.“ Das Update wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz durchgeführt – und vom Ministerium finanziert. Umgesetzt wurde das Projekt von der Firma 3D RealityMaps.

Nutzer erfahren in der Anwendung zum Beispiel dank 3D-Karte, wie sie am besten durch das rund 500 Kilometer lange Wegenetz navigieren. „Dafür haben wir nun alle 40 Tourenvorschläge, die wir auch auf der Homepage veröffentlicht haben, in die App integriert“, freut sich Julia Zink von der Nationalpark-Projektgruppe, die den Relaunch betreute. Ihr Kollege Andreas Stumpp ergänzt: „Ganz neu ist das jetzt verfügbare virtuelle Panorama. Damit hat man unterwegs den perfekten Überblick.“ Die Funktion ermöglicht, dass das Smartphone am aktuellen Standort ein 360-Grad-Panorama anzeigt, welches einen darüber informiert, wie der Nachbargipfel heißt oder welche Ausflugsziele in der Nähe sind. Zudem ist es jetzt möglich, gemachte Touren aufzuzeichnen und in einem Tagebuch zu speichern. Neben dem funktionalen Fortschritt gab es redaktionelle Verbesserungen. „Im neu hinzugefügten Menüpunkt ‚Schon gewusst?‘ erfahren Nutzer zum Beispiel viele spannende Dinge über Arten und Lebensräume, die es im Nationalpark gibt“, so Gregor Wolf. Integriert sind zudem unter anderem der aktuelle Wegezustand und der Veranstaltungskalender.

Download-Links:

App-Store (iOS): https://apps.apple.com/de/app/nationalpark-bayerischer-wald/id719593290

Google Play (Android): https://play.google.com/store/apps/details?id=de.bayern.bayernwald


Video-Premiere: Digitale Führung zum Taferlruck

Was versteckt sich hinter der Forschungsstation Taferlruck? Beim digitalen Videorundgang geben darauf unter anderem Ludwig Höcker (links) und Burkhard Beudert Antworten. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Digitale Führung gibt es seit dem 22. August auf YouTube und Facebook

Wer wollte schon immer wissen, was sich hinter der unscheinbaren Messstation Taferlruck verbirgt? Wozu dient die Rinne, durch die die Große Ohe direkt an der Racheldiensthüttenstraße fließt? Welcher Zweck steckt hinter den vielen Messgeräten auf der Wiese davor? Und wozu betreibt der Nationalpark eigentlich einen 50 Meter hohen Messturm in direkter Nachbarschaft? Antworten darauf - und auf weitere Fragen - bietet ein rund zehnminütiger Videorundgang, der am 22. August um 10 Uhr auf Facebook (www.facebook.com/nationalpark.bayerischer.wald) und YouTube (www.youtube.com/nationalparkbayerischerwald) Premiere feiert.

In der digitalen Führung, die ein kleiner Ersatz für den eigentlich im August 2020 geplanten Tag der offenen Tür ist, erklären fünf Nationalparkmitarbeiter spannende Hintergründe zur Forschungseinrichtung unterhalb des Rachelgipfels. Im Fokus stehen Wasser, Luft und Boden. Es gibt nicht nur Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit direkt an der Station, sondern auch zu zwei Orten, an denen Forschung im Gelände betrieben wird.


Ranger Martin Frank erklärt den Nationalpark-Knigge auf YouTube

Sind sich einig wenn es darum geht, dass Regeln im Nationalpark eingehalten werden müssen: Ranger Martin Frank (links) und Leiter Dr. Franz Leibl. (Foto: Daniela Blöchinger /Nationalpark Bayerischer Wald)

Image-Film mit dem Hutthurmer Kabarettisten zu den Regeln im Schutzgebiet seit 12. August in YouTube.

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist für viele Besucher ein Quell der Erholung. Doch wie in jedem Schutzgebiet gilt es auch hier, Regeln zu beachten. Bei der Vermittlung dieser Gebote geht die Nationalparkverwaltung nun neue Wege. Der Hutthurmer Kabarettist Martin Frank konnte für eine Image-Kampagne gewonnen werden und erklärt in einem Video auf ganz humorvolle Weise, was man im Nationalpark darf und was nicht.

„Mit dem derzeit ständig zunehmenden Besucherstrom geschieht es leider immer häufiger, dass Regeln nicht eingehalten werden“, erklärt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. Egal ob es sich dabei um das unerlaubte Campieren in der freien Natur handelt, um das achtlose Wegwerfen von Müll oder um das Verlassen der markierten Wanderwege. „Viele Gäste handeln auch völlig ahnungslos, weil sie unsere Regeln nicht kennen.“

Deshalb ist in der Nationalparkverwaltung die Idee entstanden, ein Erklärvideo zu erstellen. „Wichtig war uns, nicht mit dem erhobenen Zeigerfinger auf unsere Besucher zuzugehen, sondern die Gebote auf lustige Art und Weise darzustellen.“ Bei den Planungen stieß der Nationalpark auf den Kabarettisten Martin Frank. „Es freut uns sehr, dass wir ihn für dieses Projekt gewinnen konnten“, so Leibl. „Vor allem weil er aus dem Landkreis Passau und damit aus der Region stammt.“

Im Video schlüpft Martin Frank in die Rolle des Rangers Martin. Mit original Ranger-Kleidung ausstaffiert, erklärt er im Nationalpark-Knigge fünf Regeln, an die man sich im Nationalpark halten muss. Um sich ins Thema einzuarbeiten, erhielt der 28-Jährige Unterstützung von den „echten“ Rangern, die ihm von ihren Erlebnissen und Problemen aus ihrem Arbeitsalltag erzählten. Letztendlich ist ein fünfeinhalb Minuten langer Film entstanden.

Martin Frank selbst hat das Projekt großen Spaß gemacht. „Sollten bei der nächsten Pandemie die Theater erneut schließen müssen und ich steh wieder ohne Auftritte da, mache ich eine Fortbildung zum Ranger!“

Die Premiere des Videos findet am Mittwoch, 12. August, um 19 Uhr, auf dem YouTube-Kanal sowie auf dem Facebook-Account des Nationalparks Bayerischer Wald statt.


Rathaus, Amtsgericht, Nationalparkverwaltung

Rathaus, Amtsgericht, Nationalparkverwaltung

Digitaler Tag der offenen Tür am Hauptsitz des Nationalparks – Video-Rundgang

Prägend thront ein türkisfarbenes, denkmalgeschütztes Gebäude über den Grafenauer Stadtplatz. Früher war hier das Rathaus, später das Amtsgericht untergebracht. Seit Mitte der 1970er Jahre ist es nun Sitz der Nationalparkverwaltung. Eigentlich hätte hier heuer im Rahmen des 50. Jubiläums ein Tag der offenen Tür stattfinden sollen. Der darf coronabedingt so nicht durchgeführt werden. Trotzdem können Interessierte einen Blick hinter die historischen Kulissen werfen – bei einem Videorundgang, der am 25. Juli Premiere feiert.

Bei der rund 15-minütigen Online-Führung durch das altehrwürdige Gebäude werden nicht nur ein paar bauliche Geheimnisse gelüftet. Aus jeden Sachgebiet des Nationalparks kommen Mitarbeiter zu Wort, die Spannendes über ihre tägliche Arbeit für das Schutzgebiet berichten. Wie werden die Infotafeln geplant? Wie viele Pflanzen gibt’s im Nationalpark? Wie entsteht das Führungsprogramm? Wie läuft das Borkenkäfer-Management? Und wie ist der Zahlungsfluss bei der Behörde geregelt? Nicht nur darauf wird es kurze, knackige Antworten geben.

Die digitale Führung feiert am 25. Juli, um 10 Uhr, Premiere auf dem YouTube- (www.youtube.com/nationalparkbayerischerwald) und Facebook-Kanal des Nationalparks (www.facebook.com/nationalpark.bayerischer.wald). Zuschauer können dabei live Fragen stellen. Auch nach der Premiere ist das Video weiterhin verfügbar.


Bei Nationalparkläden online bestellen

Zum Sortiment der Läden gehören unter anderem Plüschtiere – aber auch Bücher, Wanderkarten oder T-Shirts. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Betreiberinnen der Shops im Hans-Eisenmann-Haus und im Haus zur Wildnis von Schließung massiv betroffen

Seit Mitte März sind die Nationalparkzentren Falkenstein bei Ludwigsthal und Lusen bei Neuschönau gesperrt. Dadurch haben auch das Haus zur Wildnis und das Hans-Eisenmann-Haus geschlossen. Für die beiden privaten Betreiberinnen der jeweiligen Souvenirläden ein harter Schlag – gerade jetzt in der sonst besucherstarken Ferienzeit. Nun bieten Sabine König und Theresia Weber ihren Kunden die Möglichkeit, Produkte per E-Mail zu bestellen.

Zum Sortiment der Shops gehört vor allem ein kindgerechtes Angebot – von Plüschtieren über Entdeckerbücher, Spiele und T-Shirts. Aber auch erwachsene Naturfans finden ein breites Sortiment an Literatur, Wanderkarten oder regionalen Produkten. Eine Auswahl der bestellbaren Ware hat der Nationalpark Bayerischer Wald auf seiner Facebookseite in ein Online-Schaufenster gestellt. Für weitere Angebote können die Betreiberinnen unkompliziert kontaktiert werden.

Theresia Weber, die den Laden im Hans-Eisenmann-Haus gepachtet hat, erreicht man via theresiaweber04@web.de.

Sabine König vom Laden im Haus zur Wildnis kann man unter ladenhauszurwildnis@gmx.de kontaktieren. Zumindest bei Sabine König gibt’s auch schon konkrete Ideen, einen eigenen Online-Shop einzurichten, der in Kürze unter www.ladenhauszurwildnis.de online geht.

Bernhard Bachl, Pächter der Gastronomie im Haus zur Wildnis, ist da schon einen Schritt weiter. Seine handgemachten Pralinen kann man im Netz unter www.bayerwaldpraline.de ordern.


siehe auch

nationalpark_digital.txt · Zuletzt geändert: 2020/09/29 09:14 von gfreund

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